Band:Alison Krauss
Album:Essential
Genre:Americana
Laufzeit:51 Minuten
Label:Decca/UNIVERSAL
VÖ:18.09.2009
10/10 Punkte 9/10 Punkte 8/10 Punkte 7/10 Punkte 6/10 Punkte 5/10 Punkte 4/10 Punkte 3/10 Punkte 2/10 Punkte 1/10 Punkte
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Kritik

In den USA ist sie leit langer Zeit ein Superstar, in Europa hingegen genießt sie Exotenstatus: Bluegrass- bzw. Americana-Ikone Alison Krauss. Die 38-Jährige gewann bereits 26 Mal den begehrten Grammy und ist damit unangefochten die erfolgreichste weibliche Künstlerin, wenn es um die Anzahl der Grammy-Auszeichnungen geht. Allein ihr 2007er Projekt „Rising Sand“ mit Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant konnte in diesem Jahr fünf der begehrten Auszeichnungen einstecken.

Ihr Soloalbumdebüt gab Alison Krauss 1987 im Alter von 16 Jahren und festigte danach ihren Ruf mit rund einem Dutzend weiterer Alben. Ganz klar, dass eine Plattenfirma in so einem Fall hin und wieder Compilations mit ausgewählten Songs der Sängerin und Songwriterin unters Volk bringen möchte, auch wenn diese zusammengestückelten Alben im Wesentlichen nur dazu taugen, neue Fans mit einer kompakten Hitsammlung hinzuzugewinnen. Schwer wird’s nur, wenn einem in Anbetracht einer herausragenden Karriere die Superlative ausgehen oder die üblichen Vermarktungsstempel nicht so recht passen wollen.

So kommt die Zusammenfassung der bisherigen Zeit von Alison Krauss beim Universal Sub-Label Rounder Records nicht als „Greatest Hits“, „Best Of“, „The Very Best Of”, „The Collection” oder gar „The Definitive Collection” daher, sondern relativ bescheiden und doch eindeutig auf den Punkt kommend als „The Essential Alison Krauss“. Dazu wurden 14 Tracks in loser Reihenfolge zusammengestellt, die einen sehr guten Einblick in das überwiegend melancholisch-sanfte Bluesgrass-Repertoire der Sängerin aus dem mittleren Westen der USA geben.

Für den normalen europäischen Hausgebrauch eignet sich die Musik von Alison Krauss wohl nur mit Einschränkungen, denn der angereichte Easy-Listening-Country-Sound ist unterm Strich einfach zu niedlich und harmlos, um echte Euphorie zu erzeugen. Das liegt allerdings nicht an Alison Kraus, die stimmlich eine tadellose Vorstellung abgibt, sondern an der Songsauswahl für diese Compilation, die einen satten Schuss mehr Pep gut vertragen hätte.


Anspieltipps:

  • Restless
  • Simple love
  • A living prayer
  • When you say nothing at all
  • Every time you say goodbye
  • Let me touch you for awhile
  • Matthias Reichel

    Gastkritiken

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    Playlist

    CD 1
    1. Simple Love
    2. Sister Rosetta goes before us
    3. Let me touch you for awhile
    4. The lucky One
    5. So long, so wrong
    6. Empty Hearts
    7. Every Time you say Goodbye
    8. Wish I still had you
    9. Broadway
    10. Baby, now that I've found you
    11. Sawing on the Strings
    12. Restless
    13. When you say nothing at all
    14. A living Partner