Stereophonics - Keep Calm And Carry On - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

CDstarts.de - Kritiken, Nachrichten und Konzerte - Dein Musikmagazin!
Stereophonics
Keep Calm And Carry On
Coverbild: Stereophonics - Keep Calm And Carry On
CDstarts.de:4.5/10
Leser:
5.4 / 10
5.4 / 10
VÖ:26.02.2010
Genre:Rock
Spieldauer:45 Minuten
Studio:Mercury/UNIVERSAL


In seichten Gewässern dümpeln die Stereophonics ja eigentlich schon immer. Im Sinne der Elaboration ihrer oder Kelly Jones’ Gefühlswelt freilich. Aber zu Beginn ihrer Karriere, Ende der neunziger Jahre, waren sie schon etwas Rock-integerer und lieferten sich ein medial inszeniertes Positionsgerangel mit BritPop-Rock-Acts wie Supergrass und anderen zur ambitionierten Thronstürzung der Gallagher-Brüder.

Nun haben das weder Supergrass noch die Stereophonics tatsächlich geschafft, dass sich Oasis selbst erledigen würden, quasi fast schon absehbar, aber ab und an hatten die drei Waliser hierzulande schon den ein oder anderen Chartkracher; in ihrer Heimat indes zeigt sich ein gänzlich anderes Bild: dort sind die Stereophonics eine Konsensband des Brit-Rock oder wie auch immer -Pop, mit nicht weniger als fünf Nummer-Eins-Alben.

Trotzdem hat es zum Weltruhm nicht gelangt. Innerhalb ihrer Musikart dürfte der Hauptgrund wohl Inkonsistenz sein. Die Stereophonics hatten gute frühe Alben, seit langem aber nur noch, vor allem vom Songwriting her, unkreative, fade Gesamtresultate mit je ein, zwei guten Rock-Pop-Songs, die ein Zerrbild im Radio verbreiteten.

Nicht anders sieht es auf dem neuen Album „Keep Calm & Carry On“ aus. Neu erfinden wird sich Kelly Jones definitiv nicht mehr, dieselben Liebesjammerlieder und Liebeshoffnungssongs zementieren seine stetige Suche nach jener Beständigkeit, die ihm doch immer wieder misslingt. Dabei sind, wie schon lange, die Balladen der unnötige und kaum ertragbare Teil dieser an sich wenig Ungemach bereitenden Musik.

Die leichten Rock’n’Roll-Nummern, die wenig Intention beinhalten und wahrscheinlich auch reichlich spontan entstehen, erscheinen als ihre eigentliche Stärke, derer sie sich nicht bewusst sind oder sein wollen. Als da wären „She’s Alright“, „Trouble“, „I Got Your Number“ und „Stuck In A Rut“. Der Rest: ab in die Versenkung musikalischen Masseneinheitsbreis. Da hilft auch eine markante Stimme wenig.


Anspieltipps:

  • She’s Alright
  • I Got Your Number
  • Stuck In A Rut
  • Trouble

Mehr Stereophonics

mehr Decade In The Sun: Best Of
2008
Auf der zweiten CD wird dann das Archiv aus elf Jahren Stereophonics geplündert. B-Seiten, Outtakes, Kollaborationen, Coverversionen, Kuriositäten und EP-Songs werden den Fans gebündelt angereicht..
8 / 10
mehr Pull The Pin
2007
Leider gefallen nur einzelne Passagen von den Tracks dieses Albums. Bei allem Respekt vor der Geradlinigkeit der Stereophonics bleibt nur die Erkenntnis, dass trotz aller kommerziellen Erfolge die...
5.5 / 10
mehr Live From Dakota
2006
„Deadhead“ ist eine beschwingtere Nummer, knüpft aber nicht an die Qualität der letzten Nummern an. „Maybe tomorrow“ wird clean gespielt, außer einer Gitarre und dem Sänger, der sich die Seele aus...
7 / 10
mehr Language.Sex.Violence.Other
2005
Besonders auffallend sind die Songs „Doorman“, „Girl“ und „Rewind“. Letzteres rockt zwar nicht im eigentlichen Sinne, klingt aber stark nach U2’s „Desire“..
8 / 10
mehr Just Enough Education To Perform
2002
Und wie klingt das? Größtenteils wirklich gut, auch wenn gegen Ende die Ideen etwas ausgehen und die CD etwas eintönig wirkt. Der eindeutig beste Song auf der Platte ist "Mr Writer", der mit einem...
6 / 10

Playlist

1.  She’s Alright
2.  Innocent
3.  Beerbottle
4.  Trouble
5.  Could You Be The One?
6.  I Got Your Number
7.  Uppercut
8.  Live ’n’ Love
9.  100mph
10.  Wonder
11.  Stuck In A Rut
12.  Show Me How
Werbung

Externe Links