Band:Sade
Album:Soldier Of Love
Genre:Soul
Laufzeit:45 Minuten
Label:Epic/Sony BMG
VÖ:05.02.2010
10/10 Punkte 9/10 Punkte 8/10 Punkte 7/10 Punkte 6/10 Punkte 5/10 Punkte 4/10 Punkte 3/10 Punkte 2/10 Punkte 1/10 Punkte
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Kritik

Eine halbe Ewigkeit ist seit dem letzten Sade-Studioalbum vergangen. „Lover’s Rock“ erschien im Jahr 2000 und verkaufte sich weit über fünf Millionen Mal. Erst jetzt kehrt die Soulsängerin mit einem neuen Werk zurück – ihrem sechsten in 25 Karrierejahren, was quantitativ wahrlich keine große Ausbeute darstellt. Doch bei der 51jährigen Nigerianerin steht Qualität im Vordergrund. Das Ex-Model und ihre Band werfen aus Prinzip keine Platten auf den Markt, nur um ihrem Label etwas zum verkaufen anbieten zu können. Den Musikern geht es um die Aussage in ihren Songs, die sich in all den Jahren als zeitloses Liedgut etabliert haben.

So kommt es, dass das Publikum einem Künstler treu bleibt und Sades neues Album „Soldier Of Love“ auch nach so einer langen Pause problemlos in den weltweiten Charts ganz vorne auftaucht. Denn Sade steht nicht für Sound-Experimente und Stilwechsel. Der Hörer bekommt im Prinzip was er verlangt, wobei Sade und Band niemals Gefahr laufen, altmodisch zu klingen oder sich über Gebühr zu wiederholen. So ist z.B. der sechsminütige Titeltrack mit dezenten R&B-Beats und einer ausgeklügelten Rhythmik ausgestattet, während „Morning bird“ auf sanfte Streicher- und Pianoklänge setzt, über denen die markante Stimme Sades thront.

Im Laufe der 45-minütigen Spielzeit stecken Sade und Band die typischen Claims ihres unverwechselbaren Sound-Einmaleins ab. Und auch wenn die musikalischen Zutaten immer die gleichen zu sein scheinen, ist die Zusammensetzung im Detail als gelungen zu bezeichnen. Die Vermischung von Soul, Jazz, Pop und R&B zu diesem ganz speziellen Sade-Klangbild, wirkt auch nach 25 Jahren fesselnd und unverbraucht. Ruhige und besinnliche Titel wie „In another time“ oder „Skin“ wechseln sich mit beschwingten Songs wie „Babyfather“ ab, der auf Reggae-Rhythmen, Orgelklänge und Bläser setzt. Das alles ist stimmig und wie aus einem Guss, so dass das Fehlen eines herausstechenden Singlehits gar nicht auffällt. Sade – da weiß man, was man hat!


Anspieltipps:

  • Skin
  • Babyfather
  • Morning bird
  • Be that easy
  • Soldier of love
  • Matthias Reichel

    Gastkritiken

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    Playlist

    CD 1
    1. The Moon and the Sky
    2. Soldier of Love
    3. Morning Bird
    4. babyfather
    5. Long Hard Road
    6. Be that Easy
    7. Bring me Home
    8. In another Time
    9. Skin
    10. The safest Place