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Ozzy Osbourne
God Bless Ozzy Osbourne
Coverbild: Ozzy Osbourne - God Bless Ozzy Osbourne
CDstarts.de:9/10
Leser:
7.3 / 10
7.3 / 10
VÖ:11.11.2011
Genre:Heavy Metal
Spieldauer:135 Minuten
Label:Edel Records


„Ozzy Osborune? Ist das nicht der Typ, der mal einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat?“ Man muss seine wilde Phase nicht in den 70er oder 80er Jahren gehabt haben, um auch heutzutage noch wenigstens das über Ozzy Osbourne zu wissen.

„God Bless Ozzy Osbourne“ ist ein Biopic über Ozzy Osbourne. Die Lebensgeschichte eines großen Musikers, eingerahmt in die Feier seines 60. Geburtstags im Jahr 2008. „Ich sollte tausende Male sterben, aber ich habe es nie getan!“, sagt Ozzy, begnadeter Solokünstler und Sänger der Heavy-Metal-Band Black Sabbath zu Beginn der Dokumentation und nur wenige Minuten später wird klar, was er damit gemeint hat.

Alles Begann im Arbeiterviertel eines kleinen englischen Kaffs in der Nähe von Birmingham. Ozzy Osbourne alias John Michael Osbourne kam als Sohn eines Fabrikarbeiters zur Welt. Gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern lebte er in ärmlichen Verhältnissen, weswegen er bereits in seiner Jugend nicht nur sämtliche Jobs verlor sondern auch schnell in die kriminelle Szene abrutschte. Der Beatles-Song „She Loves You“ brachte Ozzy die Erleuchtung und weckte in ihm den Wunsch ein gefeierter Rockstar zu werden. Gesagt, getan und so erzählt „God Bless Ozzy Osbourne“ nicht nur vom Aufstieg der Band Black Sabbath sondern auch die Geschichte des tiefen Falls von Ozzy Osbourne. Der plötzliche Erfolg von Black Sabbath ließ Ozzy Osbourne in einen Sog aus Drogen, Alkohol und Rastlosigkeit geraten, aus dem er es ohne die Hilfe seiner damaligen Managerin und heutigen Frau Sharon vermutlich nie geschafft hätte.

Der Rauswurf bei Black Sabbath und sein Comeback werden mithilfe von Archivaufnahmen, Fotos und Interviews seiner ehemaligen Bandkollegen, Freunden und Familienmitgliedern erzählt. Mitfühlend begleitet der Zuschauer die ehrliche Erzählung einer tiefgreifenden Lebensgeschichte. „God Bless Ozzy Osbourne“ schmeichelt dem Rockmusiker vor allem zu Beginn des Films ganz und gar nicht: Seine Kinder aus erster Ehe kommen zu Wort und äußern sich ehrlich über seine miserablen Qualitäten als Vater und auch all die Eskapaden vermitteln eher ein mitleidiges Bild und nicht das eines Rockstars.

Doch Produzent und Sohn Jack Osbourne schafft gegen Ende des Films etwas holprig die Kehrtwende. Anfang der 2000er drehte MTV „The Osbournes“: Die Doku-Soap brachte das Familienleben der Osbournes auf die Fernsehbildschirme und ganze drei Staffeln lang konnte das Publikum beobachten, wie sich Sharon Osbourne gemeinsam mit ihrem vollgedröhnten Ehemann um die Kinder Jack und Kelly sowie jede Menge Hunde in ihrer beschaulichen Villa kümmern. Was für die Zuschauer jedoch aussah wie ein lustiges Schauspiel, sei hinter den Kulissen sowohl für Sohn Jack als auch für Ozzy Osbourne bedenklich tiefer Punkt bezüglich ihres Alkohol- und Drogenmissbrauchs gewesen sein. Die Entziehungskur seines Sohnes Jack verhalf dem bis Dato „nicht therapierbar“ geltenden Ozzy zu einem mittlerweile „cleanen“ Lebensstil.

Ein entscheidender Vorteil von „God Bless Ozzy Osbourne“ ist sicherlich die Tatsache, dass nicht irgendjemand diese Dokumentation produziert hat, sondern Sharon Osbourne und Jack Osbourne selbst. Die Interviews wirken persönlich und greifen genau die Themen heraus, die bisher vor allem die Gerüchteküche zum Brodeln brachten. Zweifellos hat der Madman Musikgeschichte geschrieben, die in dieser Dokumentation erstaunlich offen und nah geschildert wird.

Das Biopic ist keine reine Musikdokumentation über den Sänger von Black Sabbath, sondern ein persönliches und sehr intimes Werk über das Leben eines hochsensiblen Musikers, einer tragischen Vaterfigur und einem gefeierten Weltstars. Wer bisher kein Fan von Ozzy Osbourne und seiner Familie war, könnte es dank dieser Dokumentation durchaus werden.

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