Iron Maiden
En Vivo!
En Vivo!
| CDstarts.de: | 7/10 |
| Leser: | |
| VÖ: | 23.03.2012 |
| Genre: | Heavy Metal |
| Spieldauer: | 108 Minuten |
| Label: | Parlophone/EMI |
Eine ausverkaufte Welttournee mit 98 Konzerten in 36 Ländern vor zwei Millionen Fans.
Selbst für die sogenannten Megaseller der aktuellen Musikwelt stellen Album-Veröffentlichungen häufig nur noch einen Grund dar, um wieder auf Tournee gehen zu können. Denn nur dort wird noch das ganz große Geld verdient. Entsprechend öde und lustlos klingen diese Werke dann. Doch den Fans scheint es egal zu sein. Sie können ihre Lieblinge endlich wieder live erleben und die größten Gassenhauer im kernigen Live-Sound hören. Allerdings sollte dieser Zustand nicht zu sehr ausarten.
Im Fall der britischen Heavy-Metal-Legende Iron Maiden warten die Fans nun schon seit 20 Jahren auf ein richtiges Knalleralbum. Doch alles, was nach „Fear Of The Dark“ (05/1992) kam, war maximal gehobener Durchschnitt mit Sternchen. Für Gold-Auszeichnungen reicht das bei einer großen Fanbase wie der von Iron Maiden zwar immer, doch wirkliche Befriedigung fühlt sich anders an. Zuletzt lieferte die eiserne Jungfrau mit „The Final Frontier“ (08/2010) ein wiederum nur durchschnittliches Werk ab, das trotzdem von einer ausverkauften Welttournee mit 98 Konzerten in 36 Ländern vor zwei Millionen Fans flankiert wurde. Und weil die Herren von Iron Maiden gute Geschäftsleute sind, wissen sie, dass so ein Event mit einem käuflichen Souvenir für alle Fans abgeschlossen werden muss. Folgerichtig wird die lange Tradition der Iron-Maiden-Live-Alben mit dem als Doppelalbum, Doppel-DVD sowie Blu-ray erhältlichen „En Vivo!“ fortgesetzt.
„En Vivo!“ wurde am 10. April 2011 im südamerikanischen Santiago, Chile vor 50.000 ausgelassenen Fans mitgeschnitten, die von Frontmann Bruce Dickinson in gewohnter Manier angeheizt wurden („Scream for me Santiago!“). Produziert und abgemischt wurde „En Vivo!“ von dem umstrittenen Haus- und Hofproduzenten Kevin Shirley, der zumindest auf der Doppel-CD keinen 100% astreinen Sound hinbekommen hat. Dazu ist der Klang etwas zu blechern. Aber das kennt der Hörer ja leider schon von den von Kevin Shirley betreuten Studioalben. DVD und Blu-ray sollten dennoch gesondert unter die Lupe genommen werden.
Die beiden Opener „Satellite 15“ und „The final frontier“ können noch keine Emotionen freisetzen und rauschen ohne Nachhaltigkeit am Ohr vorbei. Erst mit „El Dorado“ beginnt der heiße Tanz, bei dem Iron Maiden nicht den Fehler vergangener Touren begehen und ihre Klassiker irgendwo am Ende des Sets verstecken. Sie mischen auf „En Vivo!“ Altes und Neues gut durch, sodass schon an vierter Stelle ein Kracher wie „2 minutes to midnight“ auftaucht. Nicht dass die hier aufgeführten neueren Stücke echte Stimmungskiller wären, doch auch das chilenische Publikum geht auf einen Song wie „Fear in the dark“ nun mal ganz anders steil als zum Beispiel auf „Coming home“.
„En Vivo!“ ist grundsätzlich ein gutes Live-Album, das eine latente Übersättigung in Bezug auf Live-Veröffentlichungen aus dem Hause Iron Maiden allerdings nicht mehr übertünchen kann. Doch da die Hoffnungen auf ein Studioalbum in der Qualität der 80er Jahre wohl nicht mehr wahrwerden, müssen die Fans eben mit dem x-ten Aufguss der Klassiker im Live-Gewand vorlieb nehmen.
Anspieltipps:
Selbst für die sogenannten Megaseller der aktuellen Musikwelt stellen Album-Veröffentlichungen häufig nur noch einen Grund dar, um wieder auf Tournee gehen zu können. Denn nur dort wird noch das ganz große Geld verdient. Entsprechend öde und lustlos klingen diese Werke dann. Doch den Fans scheint es egal zu sein. Sie können ihre Lieblinge endlich wieder live erleben und die größten Gassenhauer im kernigen Live-Sound hören. Allerdings sollte dieser Zustand nicht zu sehr ausarten.
Im Fall der britischen Heavy-Metal-Legende Iron Maiden warten die Fans nun schon seit 20 Jahren auf ein richtiges Knalleralbum. Doch alles, was nach „Fear Of The Dark“ (05/1992) kam, war maximal gehobener Durchschnitt mit Sternchen. Für Gold-Auszeichnungen reicht das bei einer großen Fanbase wie der von Iron Maiden zwar immer, doch wirkliche Befriedigung fühlt sich anders an. Zuletzt lieferte die eiserne Jungfrau mit „The Final Frontier“ (08/2010) ein wiederum nur durchschnittliches Werk ab, das trotzdem von einer ausverkauften Welttournee mit 98 Konzerten in 36 Ländern vor zwei Millionen Fans flankiert wurde. Und weil die Herren von Iron Maiden gute Geschäftsleute sind, wissen sie, dass so ein Event mit einem käuflichen Souvenir für alle Fans abgeschlossen werden muss. Folgerichtig wird die lange Tradition der Iron-Maiden-Live-Alben mit dem als Doppelalbum, Doppel-DVD sowie Blu-ray erhältlichen „En Vivo!“ fortgesetzt.
„En Vivo!“ wurde am 10. April 2011 im südamerikanischen Santiago, Chile vor 50.000 ausgelassenen Fans mitgeschnitten, die von Frontmann Bruce Dickinson in gewohnter Manier angeheizt wurden („Scream for me Santiago!“). Produziert und abgemischt wurde „En Vivo!“ von dem umstrittenen Haus- und Hofproduzenten Kevin Shirley, der zumindest auf der Doppel-CD keinen 100% astreinen Sound hinbekommen hat. Dazu ist der Klang etwas zu blechern. Aber das kennt der Hörer ja leider schon von den von Kevin Shirley betreuten Studioalben. DVD und Blu-ray sollten dennoch gesondert unter die Lupe genommen werden.
Die beiden Opener „Satellite 15“ und „The final frontier“ können noch keine Emotionen freisetzen und rauschen ohne Nachhaltigkeit am Ohr vorbei. Erst mit „El Dorado“ beginnt der heiße Tanz, bei dem Iron Maiden nicht den Fehler vergangener Touren begehen und ihre Klassiker irgendwo am Ende des Sets verstecken. Sie mischen auf „En Vivo!“ Altes und Neues gut durch, sodass schon an vierter Stelle ein Kracher wie „2 minutes to midnight“ auftaucht. Nicht dass die hier aufgeführten neueren Stücke echte Stimmungskiller wären, doch auch das chilenische Publikum geht auf einen Song wie „Fear in the dark“ nun mal ganz anders steil als zum Beispiel auf „Coming home“.
„En Vivo!“ ist grundsätzlich ein gutes Live-Album, das eine latente Übersättigung in Bezug auf Live-Veröffentlichungen aus dem Hause Iron Maiden allerdings nicht mehr übertünchen kann. Doch da die Hoffnungen auf ein Studioalbum in der Qualität der 80er Jahre wohl nicht mehr wahrwerden, müssen die Fans eben mit dem x-ten Aufguss der Klassiker im Live-Gewand vorlieb nehmen.
Anspieltipps:
- The trooper
- The talisman
- The wicker man
- The evil that men do
- The number of the beast
Autor: Matthias Reichel
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