Here Is Why - HRSY - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

CDstarts.de - Kritiken, Nachrichten und Konzerte - Dein Musikmagazin!
Coverbild: Here Is Why  - HRSY
CDstarts.de:5.5/10
Leser:
4.3 / 10
4.3 / 10
VÖ:24.02.2012
Genre:Indie-Pop
Spieldauer:32 Minuten
Label:Riotvan/Groove Attack


Als Rezensent hat man vermeintlich die Macht über das zu kritisierende Objekt. Das zu kritisierende Objekt in diesem Fall ist der Erstling der Leipziger Band Here Is Why. Und man könnte sofort in endlose Lobeshymnen ausbrechen, wie stilsicher Mikesh (Gesang, Synths), Markus (Drums, Gesang), Linda (Bass, Gesang) und Flo (Synths) die 80er wiederbeleben. Man könnte über die Schwächen der kurzen Platte hinwegsehen und eine deutsche Band hypen, dass selbst der britischen Klatschpresse die Kinnlade herunterfällt. Aber wollen wir das denn?

Nein, wir versuchen es lieber mit konstruktiver Kritik und Understatement. Kein Grund zur Panik. Egal ob zum Guten oder nicht. Zwar macht die Band solche Ansichten gleich zu Beginn mit dem einzigen Ohrwurm „Heaven Does Know“ recht schwer, da die Melodie unbestreitbar gut, die Lyrics aber repetitiv dem Song an Faszination rauben. Wer diesen Zwiespalt zwischen großartig und durchschnittlich nicht wahrnimmt, wir danach in ein Feld der entspannten Leere geworfen.

„Terribly Mine“, „Mittens“ und „The Show“. Man kann die Trackliste nahezu problemlos abgehen und findet keine Melodie, die im Kopf bleibt. Sobald man die Lieder hört ist der Retro-Effekt sofort da und atmosphärisch ist das oft ganz großes Kino, doch die Lieder selbst bleiben einem – im Gegensatz zur Spannung – nicht im Kopf. „Standing On A High Mountain“ will sich noch, gerade dank Mikeshs Stimme, als Depeche Mode-Thronfolger. Aber auch hier ist allein das Tempo des Songs dafür zuständig neben der tollen Atmosphäre für erinnerungswürdige Momente zu sorgen.

Am Ende steht ein großes Pop-Experiment, das in seiner Authentizität auf ganzer Linier gelungen ist. Was dem geneigten Pop-Hörer so verschrobene Songs wie „Room 3141“ bringen sollen, bleibt offen. So geht viel Potenzial der Band daran verloren, dass sie (noch) nicht den richtigen Weg gefunden haben, ihre Ideen zu materialisieren.


Anspieltipps:

  • Heaven Does Know
  • Standing On A High Mountain
  • Waiting For The Sun

Leserkritiken

Dein Name:
E-Mail:
E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.
Bewertung:
Text:
Hinweis: Werde kostenlos Mitglied von CDstarts - Deine Kritiken werden sofort freigeschaltet!
Sicherheitsabfrage: captcha

Playlist

1.  Heaven Does Know
2.  Terribly Mine
3.  Mittens
4.  Standing On A High Mountain
5.  The Show
6.  Waiting For The Sun
7.  Room 3141
8.  Yellow Lights
Werbung

Externe Links