Fehlfarben
Xenophonie
Xenophonie
| CDstarts.de: | 8/10 |
| Leser: | |
| VÖ: | 18.05.2012 |
| Genre: | Indie-Pop |
| Spieldauer: | 41 Minuten |
| Label: | Tapete/INDIGO |
Ein neues Album der Fehlfarben ist ein Grund zur Freude, und gerade darum sollen die Worte „Monarchie“ und „Alltag“ hier nicht fallen. „Xenophonie“ ist das Heute, das Jetzt. Schön, dass es sie gibt.
Die Feststellung mag platt klingen und auch sein, aber man braucht „Dekade 2“ keine Minute zu lauschen um schon der Gewissheit anheim zu fallen, dass die Fehlfarben das Seminar „Wie ich wirklich kicke“ auf der Deutsche Pop-Akademie leiten sollten. Was ziemlich gruselig wäre, wie überhaupt die Idee, man könne kreative Arbeit über einen gewissen Punkt hinaus erlernen. Doch wir schweifen ab - Grund dieses Textes ist ja das Hier! Und hier ist „Xenophonie“.
Peter Hein ist auf diesem neuen Werk jedenfalls schlichtweg in bestechender Form. Neben den wie immer grandiosen Texten („Ab sofort wird zurückgeglaubt, werden Glaubensbrücken gebaut. Wer lauter glaubt als erlaubt, dem wird auf das Haupt gehaut.“ - Großartig!) ist es vor allem dessen mit den Jahren immer mächtiger gewordene Stimme, welche diese Stücke zu einem wüsten Genuss machen. Die kolossale Vorabsingle „Platz Da“ beispielsweise würde wohl zu den zehn besten The-Fall-Songs gehören, wenn sie denn einer wäre, und „Hygieneporzellan“ ist eine wahre Hymne an einen doch so unterschätzten Gegenstand in jedem Haushalt - die Toilette.
Die Fehlfarben sind also immer noch wach und beißend, frisch und einnehmend. Gerne folgt an dieser Stelle und zum Abschluss ein Zitat aus dem ausnahmsweise mal wirklich lesenswerten Pressetext, geschrieben von Tocotronics Jan Müller: „[...] Xenophonie, mit welchem sie wieder einmal einen der kitschigsten Mythen der Popmusik-Journaille widerlegt haben – nämlich denjenigen, dass Bands zwangsläufig mit andauerndem Fortbestehen langweiliger zu werden haben.“ So ist es.
Anspieltipps:
Die Feststellung mag platt klingen und auch sein, aber man braucht „Dekade 2“ keine Minute zu lauschen um schon der Gewissheit anheim zu fallen, dass die Fehlfarben das Seminar „Wie ich wirklich kicke“ auf der Deutsche Pop-Akademie leiten sollten. Was ziemlich gruselig wäre, wie überhaupt die Idee, man könne kreative Arbeit über einen gewissen Punkt hinaus erlernen. Doch wir schweifen ab - Grund dieses Textes ist ja das Hier! Und hier ist „Xenophonie“.
Peter Hein ist auf diesem neuen Werk jedenfalls schlichtweg in bestechender Form. Neben den wie immer grandiosen Texten („Ab sofort wird zurückgeglaubt, werden Glaubensbrücken gebaut. Wer lauter glaubt als erlaubt, dem wird auf das Haupt gehaut.“ - Großartig!) ist es vor allem dessen mit den Jahren immer mächtiger gewordene Stimme, welche diese Stücke zu einem wüsten Genuss machen. Die kolossale Vorabsingle „Platz Da“ beispielsweise würde wohl zu den zehn besten The-Fall-Songs gehören, wenn sie denn einer wäre, und „Hygieneporzellan“ ist eine wahre Hymne an einen doch so unterschätzten Gegenstand in jedem Haushalt - die Toilette.
Die Fehlfarben sind also immer noch wach und beißend, frisch und einnehmend. Gerne folgt an dieser Stelle und zum Abschluss ein Zitat aus dem ausnahmsweise mal wirklich lesenswerten Pressetext, geschrieben von Tocotronics Jan Müller: „[...] Xenophonie, mit welchem sie wieder einmal einen der kitschigsten Mythen der Popmusik-Journaille widerlegt haben – nämlich denjenigen, dass Bands zwangsläufig mit andauerndem Fortbestehen langweiliger zu werden haben.“ So ist es.
Anspieltipps:
- Dekade 2
- Platz Da!!!
- Bundesagentur
Autor: Tim Brosowski
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