Six Feet Under - Undead - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

CDstarts.de - Kritiken, Nachrichten und Konzerte - Dein Musikmagazin!
Coverbild:  Six Feet Under - Undead
CDstarts.de:6.5/10
Leser:
5.8 / 10
5.8 / 10
VÖ:18.05.2012
Genre:Death Metal
Spieldauer:40 Minuten
Label:Metal Blade/Sony Music
Drei Ex-Chimaira Mitglieder mischen Six Feet Under auf und sorgen für eine langersehnte Frischzellenkur!

Das Schaffen von Six Feet Under war noch nie von übermäßigen Innovationen gesegnet. Natürlich ist Chris Barnes Schweinegegrunze nicht menschlich, das Saitengezupfe von Langzeitgefährte Steve Swanson keineswegs bemitleidenswert und die „Graveyard Classics“-Reihe, die nach dem ersten Teil Externer Link im Oktober 2000 vor etwas mehr als zwei Jahren beim dritten Ableger Externer Link angelangt ist, hat ihre Momente, aber im Vergleich zu direkt aus den Niederungen der Hölle gesandten Veröffentlichungen von Cannibal Corpse (z.B. das letzte Werk „Torture“ vom März diesen Jahres) oder Vomitory („Carnage Euphoria“ (05/2009) ist noch immer eine vorzügliche Sahneschnitte) hat das umher schlurfende Werk des Florida-Acts in den letzten Jahren eine Gleichgültigkeit erlangt, die schon fast an stoische Vertragserfüllung grenzt.

Mit dem letzten Langeisen „Death Rituals“ (11/2008) war zwar der Drang zu verspüren, wieder etwas von Relevanz abzulegen, die allumfassende Frischzellenkur setzt für Six Feet Under allerdings erst jetzt mit dem Einstieg der ehemaligen Chimaira-Mitglieder Rob Arnold (Gitarre) und Kevin Talley (Schlagzeug) ein. Das hat zum einen den Vorteil, dass die beiden Herrschaften ihre tempogeladenere Spielweise auf das behäbige Klangkleid der ansonsten mittelmäßigen Todesblei-Kompositionen anwenden dürfen, was blöderweise auch zu einigen irritierenden Parallelen zur dreiköpfigen Bestie führt („18 days“, „The scar“), zum anderen verzichtet Barnes, um nicht in der Spirale aus zackigen Riffs, donnernden Blastbeats und grollendem Bass (übrigens gespielt vom mittlerweile ausgestiegenen Matt DeVries, der vor Six Feet Under ebenfalls bei Chimaira tätig war) unterzugehen, auf seine tiefsten Kotzlaute und konzentriert sich vornehmlich auf bitterböse Rachenexkurse, die endlich wieder vor Leidenschaft und Hingabe strotzen.

„Alte Fans werden begeistert sein, dass ihre Lieblinge wieder mit deutlich mehr PS unterm Arsch voranpreschen“ frohlockt der Pressetext und fürwahr, einen schnittigen Track wie „Frozen at the moment of death“ oder ein mit stampfendem Groove ausgestattetes „Reckless“ hat man von Barnes & Co. schon lange nicht mehr vernommen. Wieso „Undead“ dennoch nicht zu höheren Punktewertungen aufschließt, liegt einzig und allein an der Tatsache, dass es mit „Molest dead“, „Blood on my hands“, „Vampire apocalypse“ und „Near death experience“ erneut mehrere Durchschnittsnummern auf die Platte geschafft haben und ein durch fulminante Death´n´Roll-Gebärden und tänzelnden Riffs alles in die Tiefe reißender Maelstrom viel zu selten seine Aufwartung macht („Missing victims“, „Delayed combustion device“). Als kleiner Appetithappen für Zwischendurch ist „Undead“ jedoch bestens zu gebrauchen!


Anspieltipps:

  • Reckless
  • Missing Victims
  • Frozen At The Moment Of Death

Leserkritiken

Dein Name:
E-Mail:
E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.
Bewertung:
Text:
Hinweis: Werde kostenlos Mitglied von CDstarts - Deine Kritiken werden sofort freigeschaltet!
Sicherheitsabfrage: captcha

Mehr Six Feet Under

mehr Unborn
2013
Die Chimaira-Invasion ist vorüber, das Qualitätsniveau bleibt.
8 / 10
mehr Graveyard Classics 3
2010
Im Rahmen ihrer „Graveyard Classics“-Reihe nehmen sich die amerikanischen Death Metaller von Six Feet Under um Mastermind Chris Barnes (42) inzwischen zum dritten Mal fremde Songs vor, um sie in...
6 / 10
mehr Death Rituals
2008
Dabei ist die Einfallslosigkeit des letzten Albums scheinbar gänzlich gewichen. Eigentlich unglaublich, dass es die Truppe aus Florida schafft, sich in solch einer Deutlichkeit vom letzten Album...
7 / 10
mehr Commandment
2007
Daher verkommen „Edge of the hatchet“ oder „The evil eye“ zu eintönigen Langweilern und der Rest bewegt sich irgendwo zwischen Durchschnitt und vergessenswert. Wie sich mit gerade einmal drei...
4.5 / 10
mehr A Decade In The Grave
2005
mehr 13
2005
mehr Graveyard Classics 2
2004
mehr Bringer Of Blood
2003
mehr Double Dead
2002
mehr Graveyard Classics
2000

Playlist

1.  Frozen At The Moment Of Death
2.  Formaldehyde
3.  18 Days
4.  Molest Dead
5.  Blood On My Hands
6.  Missing Victims
7.  Reckless
8.  Near Death Experience
9.  Delayed Combustion Device
10.  The Scar
11.  Vampire Apocalypse
12.  The Depths Of Depravity
Werbung

Externe Links

Neu auf CDstarts

Emmure - Eternal Enemies
19.04. @17:47 in Kritiken
5.5 / 10
Miasmal - Cursed Redeemer
19.04. @17:44 in Kritiken
6.5 / 10
The Oath - The Oath
19.04. @15:48 in Kritiken
6 / 10