Paul Simon - Graceland (25th Anniversary Edition) - Cover
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Paul SimonGraceland (25th Anniversary Edition)


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 211 Minuten
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10 1 8/10 Unsere Wertung Legende
7.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Pflichtprogramm für Fans erwachsener Popmusik. Ab jetzt in der Sammlerausgabe.

Zum (verspäteten) 25. Geburtstag des Paul-Simon-Klassikers „Graceland” aus dem Jahr 1986 spendiert die Plattenfirma Sony Music allen Fans und interessierten Hörern nun doch ein üppiges Neuauflagenpaket in den Ausstattungsvarianten Einzel-CD, CD+DVD, Vinyl-LP sowie limitiertes Box-Set, nachdem es im Herbst 2011 erst einmal nur eine remasterte Neuauflage mit drei öden Bonus Tracks gegeben hat. Dazu wurde das Originalalbum im vergangenen Frühjahr in den Sterling Sound Studios in New York von Toningenieur Greg Calbi (Supertramp, Deep Purple, Patti Smith, Joey Ramone, Of Monsters And Men, Herbert Grönemeyer) digital aufgefrischt, um noch mehr Bonusmaterial ergänzt und verpackungstechnisch edel in Schale geworfen.

Weil Paul Simon „Graceland“ u.a. in Südafrika zusammen mit farbigen Künstlern des Landes aufnahm und die Einflüsse der afrikanischen Kultur in seine Musik einfließen ließ, wurde das Album gemeinhin in die Abteilung „World Music“ einsortiert. Doch wären da nicht noch die unverschämt eingängigen Melodien gewesen, die fast jeden Pop-Hörer ansprachen und sich deshalb perfekt als Singleauskopplungen eigneten, wäre „Graceland“ vermutlich nicht zu dem globusumspannenden Erfolg mit 14 Millionen verkauften Einheiten geworden.

„Graceland“ gewann einen Grammy für das Album des Jahres und erreichte in allen wichtigen Hitparaden der Welt mindestens Top-3-Positionen, darunter Platz eins u.a. in Deutschland, England, Frankreich und Australien. Selbstverständlich war dies freilich nicht, denn Paul Simons Karriere war in der 80er Jahren mit dem Album „Hearts And Bones“ (1983) nach achtjähriger Pause ins Schleudern geraten, als hätte das Publikum den Sänger und Songwriter einfach vergessen. Somit war „Graceland“ auch ein Album, mit dem Paul Simon verlorenen Boden gutmachen wollte und musste.

Greg Calbi hat den Originalaufnahmen aus den 80er Jahren, dort wo es nötig war, den Hall ausgetrieben und den Longplayer vorbildlich restauriert. Dadurch wirken das wunderbar luftige Gitarrenspiel („Graceland“, „Crazy love vol. II“, „Diamonds on the soles of her shoes“), der mehrstimmige Gesang („You can call me Al”, „Under african skies”, „Homeless“) und die rhythmischen Extravagenzen („That was your mother”, „All around the world or the myth of fingerprints”) up to date und adeln „Graceland” zu einer würdigen Jubiläumsausgabe, die bereits in der Originalversion zur Pflichtausstattung einer jeden Pop-Plattensammlung zählte.

Anspieltipps:

  • Graceland
  • You can call me Al
  • Under african skies
  • Diamonds on the soles of her shoes

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