The Offspring
Days Go By
Days Go By
| CDstarts.de: | 6.5/10 |
| Leser: | |
| VÖ: | 22.06.2012 |
| Genre: | Punkrock |
| Spieldauer: | 43 Minuten |
| Label: | Columbia/Sony Music |
Routinierte Punkrockkost aus Südkalifornien. Damit kann der Sommer kommen!
Als eine der herausragenden Bands der 90er Jahre haben The Offspring selber Trends wie das Punkrock-Revival geprägt, aber auch Durststrecken erleben und immer neue Hypes überleben müssen. Doch damit sind die Mannen um Dexter Holland scheinbar gut gefahren, denn als Langzeitüberlebende auf einem Majorlabel mit mehr als 36 Millionen verkaufte Alben, darunter mit „Smash” (1994) des meistverkaufte Independent-Album aller Zeiten und regelmäßigen Single-Hits, sind The Offspring eine der wenigen Konstanten im Haifischbecken Musikindustrie.
Die Abstände zwischen neuen Studioalben der US-Punks werden zwar gefühlt immer länger, doch es gilt lieber auf Qualität warten, als mit Quantität nur halbwegs befriedigt zu werden. So hat es zwischen „Rise And Fall, Rage And Grace“ (06/2008) und „Days Go By“ wiederum vier Jahre gedauert, bis den Fans ein Dutzend neuer Songs kredenzt werden kann (die japanischen Anhänger wurden zwischendurch noch mit dem 2010er Live-Album „Happy Hour!“ verwöhnt), aber schließlich weisen The Offspring gerne darauf hin, dass sie „mit jedem Album etwas Neues bieten wollen“.
So ganz mag man diese Information zwar nicht glauben, wenn man die ersten Töne des Opener „The future is now“ hört, der ganz in der Tradition des für The Offspring so typischen Melody Punk steht. Doch die neuen Sound-Facetten sind angeblich im Detail zu suchen, an denen die Band wie schon beim 2008er Vorgänger wieder zusammen mit Produzenten-Ikone Bob Rock (Metallica, The Cult, Bon Jovi, Bryan Adams) arbeitete.
Tatsächlich schleichen sich allerdings nur ein paar klitzekleine Überraschungen in das gewohnte Klangbild von The Offspring ein. Da wäre zum Beispiel das an The Cult gemahnende Riffing im Album-Titeltrack oder die Raps in dem unverschämt poppigen potenziellen Sommerhit „Cruising California (bumpin‘ in my trunk“). Dazu kommen in „OC guns“ Mariachi-Klänge und HipHop-Beats und in „All I have left is you“ scheint es so, als würden die Akkorde eines gängigen AC/DC-Stampfers mit gedrosseltem Tempo auf dem Piano nachgespielt werden, was am Ende wie ein rockiger U2-Abklatsch klingt.
The Offspring legen mit „Days Go By“ ein routiniertes Album vor, das natürlich nicht mehr mit der jugendlichen Energie ihrer frühen Werke konkurrieren kann, aber immer noch mehr Relevanz besitzt, als die große Veröffentlichungsmasse im Punkrocksektor.
Anspieltipps:
Als eine der herausragenden Bands der 90er Jahre haben The Offspring selber Trends wie das Punkrock-Revival geprägt, aber auch Durststrecken erleben und immer neue Hypes überleben müssen. Doch damit sind die Mannen um Dexter Holland scheinbar gut gefahren, denn als Langzeitüberlebende auf einem Majorlabel mit mehr als 36 Millionen verkaufte Alben, darunter mit „Smash” (1994) des meistverkaufte Independent-Album aller Zeiten und regelmäßigen Single-Hits, sind The Offspring eine der wenigen Konstanten im Haifischbecken Musikindustrie.
Die Abstände zwischen neuen Studioalben der US-Punks werden zwar gefühlt immer länger, doch es gilt lieber auf Qualität warten, als mit Quantität nur halbwegs befriedigt zu werden. So hat es zwischen „Rise And Fall, Rage And Grace“ (06/2008) und „Days Go By“ wiederum vier Jahre gedauert, bis den Fans ein Dutzend neuer Songs kredenzt werden kann (die japanischen Anhänger wurden zwischendurch noch mit dem 2010er Live-Album „Happy Hour!“ verwöhnt), aber schließlich weisen The Offspring gerne darauf hin, dass sie „mit jedem Album etwas Neues bieten wollen“.
So ganz mag man diese Information zwar nicht glauben, wenn man die ersten Töne des Opener „The future is now“ hört, der ganz in der Tradition des für The Offspring so typischen Melody Punk steht. Doch die neuen Sound-Facetten sind angeblich im Detail zu suchen, an denen die Band wie schon beim 2008er Vorgänger wieder zusammen mit Produzenten-Ikone Bob Rock (Metallica, The Cult, Bon Jovi, Bryan Adams) arbeitete.
Tatsächlich schleichen sich allerdings nur ein paar klitzekleine Überraschungen in das gewohnte Klangbild von The Offspring ein. Da wäre zum Beispiel das an The Cult gemahnende Riffing im Album-Titeltrack oder die Raps in dem unverschämt poppigen potenziellen Sommerhit „Cruising California (bumpin‘ in my trunk“). Dazu kommen in „OC guns“ Mariachi-Klänge und HipHop-Beats und in „All I have left is you“ scheint es so, als würden die Akkorde eines gängigen AC/DC-Stampfers mit gedrosseltem Tempo auf dem Piano nachgespielt werden, was am Ende wie ein rockiger U2-Abklatsch klingt.
The Offspring legen mit „Days Go By“ ein routiniertes Album vor, das natürlich nicht mehr mit der jugendlichen Energie ihrer frühen Werke konkurrieren kann, aber immer noch mehr Relevanz besitzt, als die große Veröffentlichungsmasse im Punkrocksektor.
Anspieltipps:
- Dirty magic
- All I have left is you
- Secrets from the underground
- Cruising California (bumpin‘ in my trunk)
Autor: Matthias Reichel
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