Julia Stone - By The Horns - Cover
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Julia StoneBy The Horns


  • Label: Picture Show Records/EMI
  • Laufzeit: 38 Minuten
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10 1 6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach erfolgreichem Musizieren mit ihrem Bruder Angus, veröffentlicht die australische Singer-Songwriterin Julia Stone mit „By The Horns“ ihr zweites Soloalbum.

Gemeinsam gehören Angus and Julia Stone zu den erfolgreichsten Singer/Songwritern, die es Down Under zu hören gibt. 2010 wurden sie mit ihrem Album „Down The Way“ zur erfolgreichsten australischen Band des Jahres gewählt. Vor zwei Jahren brachte Julia Stone mit „The Memory Machine“ ihr erstes Soloalbum auf den Markt, doch erreicht die Sängerin im Alleingang nicht die Duett-Qualität. Sie hat sich auf „By The Horns“ ein bisschen ausprobiert, herumexperimentiert und sich einen düsteren Stil zulegt. Lasziv schwelgt sie sich im Titelsong „By The Horns“ wie eine Barsängerin durch eine verrauchte Spelunke, stimmt in „All Okay“ wieder leichtes Folk-Pop-Feeling an, während „I Want To Live Here“ den Hörer durch beinahe atmosphärische Weiten trägt. Die Texte sind noch immer überflutet von viel Liebe, California-Summer-Sunshine und einer gehörigen Prise Tragik, was sich im Großen und Ganzen nur wenig von Angus and Julia Stone-Songwriting abhebt.

In der Produktion erhielt die Sängerin unter anderem Unterstützung von Thomas Bartlett (Antony and The Johnsons, The National) und selbst The National-Drummer Bryan Devendorf erhält einen Gastauftritt. All der The National-Einfluss führte sogar dazu, dass es auf „By The Horns“ mit „Bloodbuzz Ohio“ ein Cover der amerikanischen Indie-Rockband zu hören gibt, welches mit ihrer hohen Stimme leider etwas verloren klingt.

Verglichen mit Julia und Angus Stone-Alben wie A Book Like This oder Down the Way wird sehr schnell klar, was Julia Stone auf ihrem Album auch beim zweiten Versuch fehlt: Der männliche Gegenpart in Form von Angus. Selbstverständlich ist die Stimme von Frau Stone bereits im Duett unverkennbar seicht, dahin plätschern und oftmals etwas wehleidig, doch in Kombination mit Angus Stone macht genau das den Reiz dieser Band aus. Alleine bleibt die australische Sängerin leider auch auf ihrem zweiten Album sehr unspektakulär und beinahe langweilig. Den einzelnen Titeln fehlt es an Biss und an viel zu vielen Stellen, verlässt sie sich beinahe mädchenhaft auf ihr schüchternes, brüchiges Stimmchen. Fazit: In Zukunft sollte Julia Stone lieber wieder gemeinsam mit Angus ein paar Titel wie „Big Jet Plane“ produzieren.

Anspieltipps:

  • It’s All Okay
  • By The Horns
  • Bloodbuzz Ohio
  • Justine

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