Spineshank - Anger Denial Acceptance - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

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Spineshank
Anger Denial Acceptance
Coverbild: Spineshank  - Anger Denial Acceptance
CDstarts.de:3/10
Leser:
6.5 / 10
6.5 / 10
VÖ:15.06.2012
Genre:Heavy Metal
Spieldauer:45 Minuten
Label:Century Media/EMI
Spineshank tauchen mit einer Platte aus der Versenkung auf, die von einer meterhohen Staubschicht umgeben ist.

Um die Jahrtausendwende war die Welt noch in Ordnung: Dimebag Darrell spielte noch gemeinsam mit seinen Pantera-Kumpels auf der Bühne, Metalcore war noch nicht zum Gespött sämtlicher Metalfans geworden und Spineshank arbeiteten nach dem Erfolg von „The Height Of Callousness“ (10/2000) an ihrem dritten Studioalbum. Etliche Jahre später ist das Industrial / Nu Metal-Geflecht von Johnny Santos (Gesang), Mike Sarkisyan (Gitarre), Rob Garcia (Bass) und Tommy Decker (Schlagzeug) nur mehr in den Erinnerungen damaliger Teenager enthalten, ein Comeback äußerst unwahrscheinlich.

Davon lassen sich die Kalifornier aber nicht beeindrucken und veröffentlichen ohne Vorwarnung ihr viertes Album „Anger Denial Acceptance“, auf das die Welt nach reiflicher Auseinandersetzung eigentlich gar nicht gewartet hat. Der elektronische Anteil, der früher zu einem Slipknot/ Static-X-Mashup geführt hat, ist zwar nicht mehr vorhanden, doch ob es wirklich sinnvoll war, die Parameter in Richtung eines Pantera/ 36 Crazyfists-Cocktails zu verschieben, darf bezweifelt werden. Sänger Santos verfügt noch immer über eine atemberaubende Stimme, die er in den ruhigen Passagen mit viel Gefühl einsetzt, doch retten kann er die altbackene Vorstellung damit nicht.

Spineshank geben sich nach fast einem ganzen Jahrzehnt Funkstille nämlich nur selten wirklich bissig („The reckoning“) und punkten gerade einmal durch ihr untrübliches Gespür für solide Hooklines („Nothing left for me“, „The endless disconnect“). Dazwischen befällt das Songgerüst jedoch überholtes Songwriting („Everything everyone everywhere ends“, „I want you to know“) und bockiger Crossover Metal, der entweder zu „A Vulgar Display Of Power“ schielt („I am damage“, „God complex (Anger)“) oder „A Snow Capped Romance“ imitiert („Exit wound (Acceptance)“, „Murder suicide“). Kurzum: Der eine oder andere Die Hard-Fan wird hier vielleicht über die Rückkehr der vier Kalifornier frohlocken, alle anderen haben die Blaupausen für „Anger Denial Acceptance“ allerdings bereits im Regal stehen und können sich somit anderen Dingen widmen.


Anspieltipps:

  • The Reckoning
  • Nothing Left For Me
  • The Endless Disconnect

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Playlist

1.  After The End
2.  Nothing Left For Me
3.  Anger Denial Acceptance
4.  I Want You To Know
5.  Murder Suicide
6.  The Endless Disconnect
7.  I Am Damage
8.  Ploratio Morbus
9.  Everything Everyone Everywhere Ends
10.  The Reckoning
11.  God Complex [Anger]
12.  Motive Method Opportunity [Denial]
13.  Exit Wounds [Acceptance]
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