Yes Sir Boss - Desperation State EP - Cover
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Yes Sir BossDesperation State EP


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 16 Minuten
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10 1 6/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Kurz und knapp wie die EP selbst: Ein Ska-Intermezzo, das viel verspricht.

Eine EP kann für Debütanten viele Vorteile haben. Wie die berühmte erste Single, ist es eine Chance nur das Beste der bisherigen Ergüsse zu sammeln und ein tolles Profil von sich abzugeben. Eine Rechnung die im späteren Verlauf von Karrieren nur selten gelingt, wie so profilierte Bands wie Keane und Coldplay im Laufe der letzten Jahre bewiesen. Für Neulinge sind EPs aber oft ein Anker bei Kritikern. Der gute, erste Eindruck, von dem das oft recycelnde Gebrauch machende Debüt noch profitiert.

Yes Sir Boss sind dabei genauso grün hinter den Ohren wie das Label Stone'd Records und so doppelt sich der Anfängerbonus nochmals. Sänger Matt Sellors hat mit Josh Stopford (Bass), Luke Potter (Gitarre), Reuben Nimmo (Schlagzeug), Tom Lad (Trompete) und Jehan Abdel-Malak (Saxophon) eine ganze Meute versammelt, um einen frischen Mix aus Ska, Reggae, Jazz, Funk und natürlich Rock zu kreieren, den wir der Einfachheit halber als Ska-Rock betiteln.

Ohne große Vorwarnung stürmt das Quartett an Ska auf einen zu und walzt alles nieder, was guter Laune und entspanntem Reggae (in „Desperation State“) im Weg ist. Jedes Mal wieder aufs Neue powern die Tracks alle Bedenken zur Seite, machen Laune und verabschieden sich in gekonnter Manier wieder. Dieses Prinzip funktioniert in knappen 16 Minuten tadellos und man möchte von DER neuen Ska-Hoffnung sprechen. Damit wir aber nicht gleich auf die Hype-Maschinerie hereinfallen halten wir fest: Aufs erste Hören hält die Musik mit bekannten Größen des Reggae genauso mit wie in Sachen Ska. Bei erneutem Hören fällt allerdings schnell auf, dass ein Album von vierzig Minuten schnell eintönig werden könnte. Die Tiefe der musikalischen Fertigkeiten dieser Band lässt sich noch nicht genau ausmachen, aber im Auge behalten sollte man das Sextett auf jeden Fall.

Anspieltipps:

  • Not Guilty
  • Never Know

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