Slipknot
Iowa
Iowa
| CDstarts.de: | 8/10 |
| Leser: | |
| VÖ: | 27.08.2001 |
| Genre: | Thrash Metal |
| Spieldauer: | 66 Minuten |
| Label: | Roadrunner/UNIVERSAL |
Slipknot ist krank. Dieser Aussage dürfte kaum jemand widersprechen wollen, aber das macht gar nichts, denn die 9 Menschen musizieren ihrer Heimat IOWA auf ihrem Zweitling dermaßen gut die Pest an den Hals, dass das Wort Krankheit fast gar nicht mehr negativ behaftet ist.
Der oberflächliche Betrachter wird der CD den "Hardcore"-Stempel aufdrücken und sagen "Und das soll Musik sein? Das ist ja nur ein Werbegag". Abgesehen davon, dass Slipknot rein Genretechnisch kein Hardcore machen, ist ihre Musik mehr als die krasse Fassade. Klar, der Sänger singt meistens (wenn überhaupt) nur in Refrains, ansonsten erbricht er die Texte nur. Aber wenn er singt und wenn das Gebrüll hinaufgetrieben von nie dagewesenen Trommelwände in einen grotesk anmutenden Melodie-Refrain mündet, dann ist jegliche Skepsis verflogen: Slipknot produzieren wirklich gute Musik. Das eben beschriebende Stück heißt übrigens "My Plague". Die 9 Psychopathen brennen jedenfalls über den gesamten Tonträger ein Feuerwerk an Wut, Agression und Hass ab. Ich sage nur "I Am Hated" oder das absolut fantastische "Everything Ends". Über das misslungene Intro, wo man versuchte, die CD unkommerziell beginnen zu lassen, brauch man ja nicht gleich zu sprechen: Hier schienen die 9 mit Mikrophon in den Zoo gegangen zu sein und irgendwie an schwerkranke Gorillas ran gekommen zu sein: Das Intro mutet an wie akustische Affenkotze.
Doch dann "People = Shit". "Here We Go Again, Motherfucker!" schreit der Sänger ins Mikrophon und gibt die Marschroute für das komplette Album an: "Schneller, Härter, Lauter". Das geht so bei "Herectic Anthem" wie auch bei "The Shape" oder "Left Behind". Die Songs sind dermaßen laut, dass Langeweile beim Hören gar nicht aufkommen kann. Dennoch hat "IOWA" nicht die volle Punktzahl verdient. Einmal wegen des lächerlichen Intros, dann auch wegen einigen eher schwächeren Songs im Hinterteil und wegen der auf Dauer zu simplen Songstruktur. Ansonsten wird jeder, der Ausschlag bekommt, wenn er "Britney Spears" hört, diese Platte in sich aufsaugen und jede Sekunde davon genießen! Auf zum Plattenhändler!
Anspieltipps:
- People = shit
- Everything Ends
- The Shape
- Left Behind
Autor: Matthias Eisen
Leserkritiken
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Norbert Falk: so, nach einem kurzen Anspielen war schnell klar, dass die Platte nicht der Bringer sein wird, wie man eigentlich erwarten könnte. Die simplen Intros seien verziehen, wenn denn der Riff stimmig sein würde. Selbst wenn der Anspruch der Band für dieses Album nur schneller, schneller noch lauter, so stelle ich nach den ersten drei Lieder den Lautstärkeregler nach unten. Der Platte fehlt einfach die Abwechslung, es ist leider so, dass diese CD... |
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