Paradise Lost - Symbol Of Life - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

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Paradise Lost
Symbol Of Life
Coverbild:  Paradise Lost - Symbol Of Life
CDstarts.de:6/10
Leser:
5.8 / 10
5.8 / 10
VÖ:21.10.2002
Genre:Gothic-Rock
Spieldauer:53 Minuten
Label:Supersonic/BMG


Wer sind Paradise Lost eigentlich? Eine Death-Metal-Combo, die irgendwann mal den Synthesizer entdeckt hat und dadurch zum Pop-Rock konvertierte? Eine orientierungslose englische Band ohne wirkliches Konzept? Oder einfach nur eine Rockband mit bewegter Vorgeschichte? Es ist wirklich erstaunlich, wie sich diese Band in 14 Jahren von einer Death-Metal-Band über Gothic-Rock hin zu einer Elektro-Rock-Band entwickelt hat und inzwischen nach und nach wieder die Gitarren auspackt. Das klingt inzwischen wie Metallica mit einer kleinen Prise Depeche Mode. Denn nie gewinnen hier Gitarren-Bretter die Oberhand, nein, stets bleibt ein Synthesizer, der dem Ganzen seinen eigenen Anstrich verleiht.

Aber nach all den Alben und musikalischen Verwirrungen fragt man sich schon, was man von der neuesten Platte halten soll. Sie unterscheidet sich nicht grundlegend von ihrem Vorgänger "Believe in Nothing", vielleicht ist sie hier und da etwas härter, andererseits finden sich allerdings auch mehr Keyboards in den Songs versteckt. Eine Synthese aus den bisherigen Werken? Das Gespür für pathetische Melodien, die nicht selten an Metallica erinnern, ist den Engländern zweifelsohne nicht verlustig gegangen. Lieder wie "Pray Nightfall" begeistern durch ihre Dichte und ihre Intensität. Andererseits hört sich ein "Isolate" fast schon an wie Rammstein, was nicht unbedingt als erfreulich gesehen werden kann. Und was ein Lied wie "Primal" soll, das irgendwie ziellos durch Synthesizerwelten und Gitarrenriffs schaukelt, müssten die Herren um Nick Holmes erst einmal erklären.

Also ein zwiespältiges Werk? Sicher lässt sich nicht sagen, dass "Symbol Of Life" ein schwaches Selbstplagiat ist, denn dazu sind einfach viel zu gute Lieder enthalten. "Mystify" oder "No Celebration" gelingen heutzutage wohl wirklich nur noch Paradise Lost. Aber wirklich neues, begeisterndes, mit längerer Halbwertszeit ausgestattetes Material ist hier kaum auszumachen. "Symbol Of Life" ist ein relativ gesichtsloses Album mit vielen guten Rocksongs, eine wirklich Richtung lässt sich aus ihm nicht herauslesen. Und es ist sicher nicht abwegig, zu behaupten, dass sich die Karriere von Paradise Lost allmählich ihrem Ende zuneigt. Aber nach 9 Alben in 12 Jahren ist das ja auch kein Wunder.


Anspieltipps:

  • Erased
  • Mystify
  • No Celebration

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