Simon And Garfunkel - The Concert In Central Park - Cover
Große Ansicht

Simon And GarfunkelThe Concert In Central Park


  • Label: Geffen/SONY
  • Laufzeit: 76 Minuten
Artikel teilen:
10 1 10/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Am 19.9.1981 gaben Simon & Garfunkel ein unvergessliches Konzert im Central Park, im Herzen New Yorks. Und genau ins Herz gehen diese Lieder. Sie machen sich gar nicht die Mühe über die komplizierten Wirrungen des Gehörgangs bis hin zum Gehirn zu gelangen, um da eine emotionale Regung zu verursachen. Nein. Diese CD legt man ein und man gleitet davon auf den musikalischen Wogen, die einen in einen wunderschönen und sanften Traum versetzen. Dies liegt wohl daran, dass die Harmonie zwischen Simon & Garfunkel bei diesem Konzert eine Perfektion erreicht, von der man vor dem Konzert nie zu träumen gewagt hätte. Man spürt, dass sie sich schon lange nicht mehr auf musikalischer Ebene begegnet (es war das 2. Zusammenkommen nach ihrer Trennung) und richtig "heiß" darauf waren, die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen.

Damit geben sie ihren Klassikern eine emotionale Kraft, die einen nicht mehr loslässt. Die überzeugendsten Beispiele dafür sind die Songs „Scarborough Fair“, „America“, „Bridge Over Troubled Water"“, „The Boxer“ und „The Sounds Of Silence“. Aber es befinden sich auch Lieder auf der Scheibe, die einen nicht dahin gleiten und seine Umgebung vergessen lassen, sondern einen von der Fußspitze bis hin zu den Haaren mit Freude erfüllen.

Man fühlt wie Simon & Garfunkel sich hier austoben und dem Publikum mit ihrer Spielfreude ordentlich einheizen. Hier hört man diese Freude ungefiltert heraus, die Simon & Garfunkel empfinden, wenn sie jetzt hier nach ihrer Trennung wieder auf der Bühne stehen, um zusammen Musik zu machen und eine halbe Million Menschen in einen Traum, den sie nie vergessen werden, zu entführen. Beispiele dafür sind „Me And Julio Down By The Schoolyard“, „Wake Up Little Susi“, „Late in the Evening“, „Kodachrome / Mabellene“ und „The 59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy”. Die Art und Weise, in der die Lieder vorgetragen werden, unterscheidet sich sehr von den Albumversionen, da die Lieder in einigen Fällen ihre Schwere verlieren, die sie teilweise durch ihre gewaltige Besetzung mit Streichern und Bläsern haben. Dadurch werden sie leicht und gewinnen enorm an Emotionalität. Man kann sagen, dass sich die Lieder zuerst etwas ungewohnt anhören, doch man wird feststellen, dass sie eine Atmosphäre erzeugen, die einem das Gefühl gibt live dabei zu sein. Dieses Gefühl ist am stärksten, wenn während „The Sounds Of Silence“, bei der Textstelle "And in the naked light I saw / tenthousand peoble, maybe more" diese gewaltige Masse in Jubel ausbricht oder als sie erkennt, dass nun „The 59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy)“ gespielt wird und ebenfalls in ekstatischen Jubel ausbricht. Hier kann man nur empfehlen, die Lautstärke seiner Anlage auf das Maximum aufzudrehen, sich zurück zu lehnen und zu genießen.

Fazit: Simon & Garfunkels „The Concert in Central Park“ ist ein ganz besonderes „Best of“-Album, absolutes Muss und für Liebhaber von hochwertiger Gitarrenmusik eine Wohltat für die Seele. Sämtliche Klassiker tönen in sehr guter Tonqualität, auch wenn die Aufnahmen schon vor über 20 Jahren gemacht wurden. Die Atmosphäre dieser Live-CD ist perfekt und man wünscht sich, damals dabei gewesen zu sein.

Anspieltipps:

  • America
  • Scarborough Fair
  • The 59th Street Bridge Song
  • The Sounds Of Silence
Neue Kritiken im Genre „Folk“
Diskutiere über „Simon And Garfunkel“
comments powered by Disqus

Einfach losschreiben!

X

Ergebnisse: