Saga - Chapters Live - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

CDstarts.de - Kritiken, Nachrichten und Konzerte - Dein Musikmagazin!
Saga
Chapters Live
Coverbild:  Saga - Chapters Live
CDstarts.de:6/10
Leser:
5.1 / 10
5.1 / 10
VÖ:30.09.2005
Genre:Prog-Rock
Spieldauer:82 Minuten
Label:Steamhammer/SPV


1978 kam ein Album auf den Markt, dass sich schlicht „Saga“ nannte. Dahinter steckte die gleichnamige kanadische Gruppe, bestehend aus den Brüdern Jim (Bass) und Ian Chrichton (Gitarre), Michael Sadler (Gesang) und Peter Rochon (Keyboards, ab 1980 Jim Gilmour). Ihr Sound war nichts außergewöhnliches, versprühte aber durch die zur Perfektion getriebene Kombination aus Gitarren- und Keyboardorientierten Tracks eine gewisse Faszination und konnte innerhalb kürzester Zeit eine große Fangemeinde aufweisen (vor allem in Deutschland). In den darauffolgenden Jahren wurden die Alben in zyklischen 12-Monatsabständen veröffentlicht. Dadurch gelangten sie durch eine beständige Qualität zu immer mehr Anhängern. Bereits das vierte Studioalbum „Worlds Apart“ (1981) erhielt Goldstatus. Daran anschließen konnte allerdings nur der
Konzertmitschnitt „In Transit“ (1982) und „Heads Or Tales“ (1983). Sie ließen sich allerdings nicht beirren und veröffentlichten weiterhin beinahe jährlich neue Alben. Im September 2004 erschien mit „Network“ das bereits 21. Ihrem Stil blieben sie durchgehend treu und musikalische Experimente waren dadurch rar. Eine permanentere Konstante entwickelten sie allerdings mit der Entstehung ihrer „Chapters“, die schon 1977, ein Jahr nach der Gründung, zu einem fixen Bestandteil der Band werden sollten.

Bassist John Chrichton: „Ich hatte einen Artikel in einem Magazin gelesen, in dem stand, dass Einsteins Gehirn zu Studienzwecken konserviert und im Smithsonian Institut aufbewahrt wurde. Damals fand ich das ziemlich bizarr. In den späten 70ern waren die Nachrichten voll von möglichen Nuklearkriegen und uns stand eine Dekade der „Star Wars“-Filme bevor. Dies alles waren die Zutaten, die unsere Geschichte inspirierten. Die Grundidee war, dass Außerirdische den Werdegang der Erde beobachteten und langsam Angst bekamen, sie würde sich selbst zerstören. Also entschieden sie, dass sie jemanden auf der Erde benötigten, der sich dafür einsetzen würde, dass die Welt wieder auf einen stabilen Kurs gerät. Sie erkannten sehr schnell, dass Einstein die einzige Person war, die hierfür geeignet wäre. Er sollte den Körper bekommen, der auf dem ersten Album-Cover zu sehen ist und somit wieder auferstehen, um alles zu unternehmen, das für die Zukunft der Erde nötig ist. Im ersten Kapitel sieht man Einstein als alten Mann am Rande des Wahnsinns, der versucht aus seinem Leben einen Sinn zu machen, indem er Bilder von Menschen und Ereignissen die ihn auf seinem Lebensweg beeinflusst haben auf den Fußweg malt.“

Die in sich geschlossene Handlung der 16 Chapters wurde allerdings nicht chronologisch nach und nach auf die Studioalben verteilt, sondern in zwei Teile mit jeweils acht Kapitel unterteilt und willkürlich eingespielt. Der erste Abschnitt wurde auf der 1981 erschienenen Platte „Worlds Apart“ mit „No stranger“ vervollständigt und 1999 auf „Full Circle“ wieder aufgenommen. Das 20. Studioalbum „Marathon“ war dann Träger der letzten, der 16. Episode des zweiten Teils.

Obwohl die einzelnen Kapitel nicht immer die herausragendsten Stücke der einzelnen Alben waren, so wurde jetzt dennoch, wohl der Übersicht halber, ein Live-Album veröffentlicht, dass alle 16 Kapitel in richtiger Reihenfolge wiedergibt und dadurch den roten Faden besser verfolgen lässt. Daher kann man auf die Qualität und Originalität der Songs eigentlich gar nicht eingehen, da ein programmatischer Zweck mit „Chapters Live“ erfüllt werden sollte, nämlich der, die gesamte Saga am Stück erstehen zu können und nicht mühsam die einzelnen Brotkrumen zusammen zu suchen. Dennoch stechen unter den mitunter recht langatmigen, rockigeren oder balladesken Titeln auch einige wirklich prächtig arrangierte Tracks wie „Don´t be late“ oder „We´ll meet again“ heraus.

Alles in allem wurden die 16 Kapitel solide und souverän auf die Bühne gebracht, vorgetragen von einer Band, die nächstes Jahr ihr 30. Bandjubiläum feiert.


Anspieltipps:

  • Ashes To Ashes
  • Don´t Be Late
  • Will It Be You?
  • We´ll Meet Again

Leserkritiken

Avatar Werner Strobel:
Alles in allem eine super CD. Vor allem die CD1, auf der die Songs der ersten vier Alben enthalten sind beweist, dass SAGA schon damals erkannt hat, welche Art von Musik auch im Jahr 2005 noch aktuell ist. Die Geschichte der Chapters ist irgendwie faszinierend. Obwohl seit 1978 erzählt, wird erst jetzt das Geheimnis über den wahren Inhalt gelüftet. Und immer noch rätseln die Fans darüber, welche Gedanken dahinter stecken. Hoffentlich gewinnt SAGA mit dieser CD neue Fans hinzu, verdient haben sie es sich.
10 / 10
Avatar Matthias Boos:
Für einen langjährigen SAGA-Fan wie mich, der seit 1981 von diesem Musik-genre überzeugt ist, ist diese CD ein langersehnter Erfolg. Allein die Tatsache, das sich eine Band in der heutigen Zeit schon fast 30 Jahre in der Branche bewährt, zeigt doch nur von Ihrer Qualität. Dies spiegelt sich auch in den Songs wieder. Der Gedanke mehrere Songs über Jahre verteilt in eine Geschichte zu verpacken, die sowohl vor 30 Jahren als auch umso mehr heute aktuell ist, war einfach genial. Es gibt leider heutzutage viel zu wenig Gruppen die noch auf langanhaltende Erfolge agieren. Nur das schnelle Geld machen zählt. Aber SAGA zeigt auch mit diesem Album, wenn auch alle songs bereits bekannt sind,den Wünschen Ihrer Fangemeinschaft gerecht zuwerden. Der einzige Nachteil ist eigentlich nur, das diese CD ziemlich spät erschienen ist, nachdem in \"MARATHON\" doch das letzte Chapter abgeschlossen wurde.
10 / 10
Dein Name:
E-Mail:
E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.
Bewertung:
Text:
Hinweis: Werde kostenlos Mitglied von CDstarts - Deine Kritiken werden sofort freigeschaltet!
Sicherheitsabfrage: captcha

Mehr Saga

mehr Spin It Again
2013
Diese Herren werden einfach nicht müde – die Fans sind begeistert!
6.5 / 10
mehr Spin It Again: Live In Munich
2013
mehr 20/20
2012
Die Prog-Heroen melden sich im klassischen Line-Up zurück und spielen gewohnt professionell. Aber auch ohne große Überraschungen...
7 / 10
mehr The Human Condition
2009
mehr Contact: Live In Munich
2009
mehr 10.000 Days
2007
Mit „Corkentellis“ liefert das Fünfergespann anschließend ein furioses Instrumentalstück ab, das sicherlich nicht jedermanns Sache ist, aber sich auf jeden Fall perfekt in die Dramaturgie von...
7.5 / 10
mehr Worlds Apart Revisited
2007
Die bereits seit 30 Jahren bestehende Progressive Rock-Institution Saga hat ihren Fans in den letzten Jahren viele schöne Geschenke gemacht. Neben der Rückbesinnung auf die alten Stärken mit den...
6.5 / 10
mehr Trust
2006
Worin genau die Besonderheit besteht, macht bereits der Opener deutlich. Nein, auch hier gibt es natürlich nichts Neues, auch hier ist die Songstruktur berechenbar wie sonst nix, aber doch wirkt...
7 / 10
mehr Network
2004
Mit „Network“ ist die Band zurück im Zeitalter des Prog-Rock, wenn auch moderner und Overdub´ter als früher. „Network“ macht dennoch Spaß..
7 / 10

Playlist

CD 1

1.  Chapter 01 Images
2.  Chapter 02 Don´t Be Late
3.  Chapter 03 It´s Time
4.  Chapter 04 Will It Be You?
5.  Chapter 05 No Regrets
6.  Chapter 06 Tired World
7.  Chapter 07 Too much To Lose
8.  Chapter 08 No Stranger

CD 2

1.  Chapter 09 Remember When
2.  Chapter 10 Not This Way
3.  Chapter 11 Ashes To Ashes
4.  Chapter 12 You Know I Know
5.  Chapter 13 Uncle Albert´s Eyes
6.  Chapter 14 Streets Of Gold
7.  Chapter 15 We´ll Meet Again
8.  Chapter 16 Worlds Apart
Werbung

Externe Links

Neu auf CDstarts

Lorde - Live in Berlin
17.04. @17:41 in News
Coldplay - Exklusive Radiokonzerte
17.04. @17:29 in News
Eat The Gun - Neue Single und Videopremiere
16.04. @17:02 in News