Band:Rachelle Van Zanten
Album:Back To Francois
Genre:Country
Laufzeit:55 Minuten
Label:Rachel Van Zanten Music
VÖ:26.05.2006
10/10 Punkte 9/10 Punkte 8/10 Punkte 7/10 Punkte 6/10 Punkte 5/10 Punkte 4/10 Punkte 3/10 Punkte 2/10 Punkte 1/10 Punkte
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Kritik

Die Kanadierin Rachelle Van Zanten wuchs mit den Tönen von Bluegrass sowie Country auf und sang bereits im Kindesalter zu der Musik von Patsy Cline, Dolly Parton, Hank Williams Sr. und Johnny Cash. Mit dreizehn Jahren beherrschte sie das Piano, Schlagzeug und Trompete, war aber trotz des traditionellen Backgrounds von der Grunge-Welle in den Neunzigern so fasziniert, dass die Gitarre schnell zu ihrem Steckenpferd wurde. Painting Daisies hieß die Band, welche Rachelle mit Daisy Blue Groff, Carolyn Fortowsky und Kim Gryba Mitte der Neunziger gründete und mit ihr vier Alben veröffentlichte.

Als Co-Frontfrau entwickelte sie einen ganz eigenen Stil, die Slide-Gitarre zu spielen und so zögerte sie nicht lange, nach dem Split der Band in 2005 ihr erstes Soloalbum aufzunehmen. „Back To Francois“ heißt es und zeigt, wie viel Rachelle aus ihrer Kindheit mitgenommen hat und trotzdem erfrischend unprogrammatisch klingt. Da sie im September die Popkomm-Messe in Berlin besuchen wird, ist es an der Zeit für einen kleinen Rückblick auf ein charmantes, herzerwärmendes Album.

Traumhaftes Gitarren-Picking und stimmungsvolle, groovige Drums markieren anhand von „Take Me Right Back“ den ersten Höhepunkt des Longplayers. Verzerrte E-Gitarren und natürlich die Slide-Gitarre werden mit dem vereinnahmenden, leicht psychedelisch ausufernden Gesang Rachelle Van Zantens verziert und sorgen für prägnante Songwriting-Momente, die in der fünfminütigen Extended-Version am besten zu bestaunen sind. Melancholisch und im poppigen Folk geerdet ist das von zarten Streichern unterstützte und wunderbar leidenschaftliche „I Will Be Numb“, das entspannt zurückgelehnt wohlig den Hörer erreicht. Anders dagegen das folgende „Suicide Ride“: Dem Titel entsprechend schwimmt es in dunklen Gewässern, um neben entrückten Gitarren-Jams durch zurückgenommene, spielerische Melodien für Hoffnungsschimmer zu sorgen.

Zwischen sonnigen, leichtfüßigen Country/Folk-Songs und intensiven Blues-Ausflügen fehlt es nicht an Spannung, denn die Kanadierin lässt den Hörer spüren, wie lang sie schon tief in den herben Wurzeln der authentischen Country-Musik verankert ist und welche Erfahrung sie sich mittlerweile im Songwriting zugelegt hat. So ist „Back To Francois“ ein Album, dass sich verwinkelt, doch nicht sperrig und gleichermaßen locker seine Liebhaber erspielen wird.


Anspieltipps:

  • Take Me Right Back
  • I Will Be Numb
  • Suicide Ride
  • Down To California
  • Daniel Leckert

    Gastkritiken

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    Playlist

    CD 1
    1. The Cracks
    2. Take Me Right Back [Radio Edit]
    3. A Hole In The Way
    4. Yah Yahs
    5. I Will Be Numb
    6. Suicide Ride
    7. Got To Let Go
    8. Rusty Boy
    9. January
    10. Down To California
    11. Dirty Water
    12. Half Pint
    13. Bannister Man
    14. Take Me Right Back [Extended]