UFO - The Monkey Puzzle - Cover
Große Ansicht

UFOThe Monkey Puzzle


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
10 1 5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Freude am neuen UFO-Output ist eher verhalten, die Anhänger werden dennoch beten und hoffen, dass endlich Ruhe im Besetzungskarussell ist.

Ein regelrechtes Affentheater veranstaltete der deutsche Ex-Scorpions Gitarrist Michael Schenker bei der Londoner Formation UFO. Nicht dass er der Einzige war, der mehrere Male aus- und wieder eingestiegen ist, sondern die Umstände, wegen denen er die Band verließ oder verlassen musste, kratzten an den positiven Inputs, die die Truppe in eine willkommene, verkaufsträchtigere Schiene brachte, und ließen ihn somit als ein mehr und mehr ambivalentes Mitglied dastehen. Korrigierte er anfangs den bemühten Space- bzw. Psychedelic Rock von UFO nach dem Ausstieg von Mick Bolton in Richtung Hardrock, der die Briten zwar nicht auf eine Stufe mit Deep Purple stellte, aber sie zumindest näher kommen ließ, so musste er dennoch aufgrund seiner Drogenprobleme einige Jahre später wieder abtreten, was auch sicher mit den Differenzen mit Frontmann und Sänger Phil Mogg zu tun hatte. Nachdem dieser krampfhaft versuchte den umsatzfördernden Kurs (ohne jegliches Neuland zu betreten) weiterzuführen und immer mehr Fans und sowohl neue als auch alte Bandmitglieder abwanderten, löste er UFO auf.

Mehrere Jahre später kam es zu einer vorsichtigen Wiedervereinigung und nach dem passablen Comebackwerk „High stakes & dangerous man“ (1992) war auch wieder Schenker an Bord, nach „Walk on water“ (1995) hatte er sich allerdings erneut mit Mogg zerkracht und trat ab, womit die Zukunft von UFO auf dem Spiel stand. Dennoch kam er für die nächsten Outputs „Covenant“ (2000) und „Shark“ (2002) wieder zurück, wurde aber aufgrund des ewigen Hin und Hers durch Vinnie Moore ersetzt, mit dem 2004 das Album „You are here“ entstand, genauso wie die neueste und bereits 19. Veröffentlichung „The monkey puzzle“. Neben diesen beiden ist zusätzlich noch Pete Way (Bass) und Andy Parker (Schlagzeug) aus der Original-Besetzung mit dabei und Paul Raymond (Gitarre, Keyboard) vervollständigt das LineUp.

Die Mission ist dennoch die Gleiche geblieben: Kurzweilige Rocksongs mit trockener Ummantelung, garniert mit einigen Solis und einem angemessen Spritzer Melodie. Das führt im Falle von „Who´s fooling who“ und „Drink too much“ zu gepflegter Langeweile, da diese Stücke einfach nicht in Gang kommen wollen und vor sich hin tröpfeln, und auch sonst ist der Großteil des Materials auf Durchschnitt und dem Festhalten an alte Tugenden getrimmt. Trotzdem schleicht sich ein durchaus überzeugendes „Heavenly body“ ein, das wegen der schweren Gitarren hervorsticht oder „Good bye you“ gefällt aufgrund seiner markanten Melodielinien. Weniger erfreulich ist die Abmischung von „Black and blue“, bei dem das Schlagzeug eine dröhnende Dominanz aufweist, im Refrain abklingt und in der Strophe jedoch wieder unnatürlich in den Vordergrund tritt. Dieses Phänomen bleibt jedoch glücklicherweise auf diesen Song beschränkt. Somit ist die Freude am neuen UFO-Output eher verhalten, die Anhänger werden dennoch beten und hoffen, dass endlich Ruhe im Besetzungskarussell ist.

Anspieltipps:

  • World Cruise
  • Good Bye You
  • Kingston Town
  • Heavenly Body
Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
H.e.a.t. - Tearing Down The Walls - Cover
8/10

H.e.a.t.
Tearing Down The Walls

  • 2014    
Diskutiere über „UFO“
comments powered by Disqus

Einfach losschreiben!

X

Ergebnisse: