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K-OS
Atlantis: Hymns For Disco
Coverbild:  K-OS - Atlantis: Hymns For Disco
CDstarts.de:9/10
Leser:
5.8 / 10
5.8 / 10
VÖ:23.02.2007
Genre:HipHop/Rap
Spieldauer:56 Minuten
Label:Labels/EMI


Es ist doch immer wieder erfreulich, wenn es Rap-Künstler schaffen die ausgetretenen Pfade des HipHops zu verlassen, sich einen eigenen Stil zu schaffen und dabei auch noch Erfolg haben. Bestes Beispiel hierfür ist K-OS aus Kanada, der seine Lines ganz ohne aufgesetzte Gangsta-Attitüden an den Mann bringt und somit mehr auf der Schiene von Künstlern wie Common oder Mos Def fährt. Mit seinem zweiten Album „Joyful Rebellion“ konnte K-OS vor zwei Jahren auch hierzulande einige Erfolge einfahren, der Hit „Crabbuckit“ füllte die Tanzflächen und der einfach nur wunderschöne „Love Song“ dürfte so manchen in den Gehörgängen hängen geblieben sein. Schon hier schaffte es er auf revolutionäre Art und Weise HipHop mit vielen verschiedenen Musikstilen zu kombinieren. Mit dieser Mischung schaffte es K-OS in seiner Heimat zum absoluten Superstar aufzusteigen.

Umso höher ist es ihm anzurechnen, dass er sich mit keiner Sekunde seines neuesten Albums „Atlantis – Hymns For The Disco“ an den HipHop-Mainstream annähert. Jeder einzelne Song hat mehr Gehalt als alle 50 Cent Alben zusammen. Der Beginn ist mit „Elektrik Heat - The Seekwill“ noch überraschend oldschoolig, nur ein minimalistischer Beat und einige Scratchings dienen als Fundament für K-OS Stimme, doch schon hier beweist er, dass ihm Singen und Rappen gleichermaßen liegen. Bei mehrmaligem Hören fallen viele subtile Elemente wie die eingesetzte Orgel oder geschickt eingesetzte Samples auf. Gleich das zweite Lied „The Rain“ hat dann aber nichts mehr mit traditionellem HipHop zu tun, sondern zeigt die Breite des musikalischen Kosmos des Kanadiers. Bei dem Song handelt es sich um eine astreine Ballade die komplett ohne Sprechgesang auskommt. Neben einer grandiosen musikalischen Untermalung mit Piano, Streichern und dezenten Bläsern hat dieser Song eines, was vielen modernen Liedern fehlt: Seele. Auf gesamter Albumlänge ist das Herzblut von K-OS förmlich zu hören..

Als typische Lieder könnte man Titel wie „FlyPaper“, die Single „Sunday Morning“ oder „Mirror In The Sky“ bezeichnen. Alle verbinden klassische Sixties-Instrumentierung mit modernen Elementen und haben dabei noch Ohrwurmqualitäten. Der prägnant gezupfte Upright-Bass sorgt mit seinem Groove dafür, dass auch jeder der Songs überaus tanzbar ist. Sie alle erinnern etwas an „Crabbuckit“ vom Vorgängeralbum. Sind diese Songs noch an alte Motown-Recken wie James Brown angelegt, huldigt K-OS bei „AquaCityBoy“ und „Born To Run“ seinen Rockroots wie Jimi Hendrix oder The Police. Am schönsten ist es natürlich, dass die Texte mehr Gehalt als die Rückseite einer Kellogs-Packung aufweisen und es eine wahre Freude ist zuzuhören und ihre Bedeutung zu entschlüsseln.

Bei diese ganzen verschiedenen Stilen könnte man befürchten, dass der K-OS den Überblick verliert und musikalisches Flickwerk abliefert. Betrachtet man „Atlantis – Hymns For The Disco“ jedoch in seiner Gesamtform muss man dem kanadischen Rapper hier schlichtweg Genialität attestieren. Ganz klar hat er hier eines der besten Rap-Alben des noch jungen Jahres abgeliefert.


Anspieltipps:

  • The Rain
  • Sunday Morning
  • Born To Run
  • Black Ice – Hymn For The Disco
  • Ballad Of Noah

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Playlist

1.  Electrik Heat - The Seekwill
2.  The Rain
3.  FlyPaper
4.  Equalizer
5.  Sunday Morning
6.  Mirror In The Sky
7.  Born To Run
8.  Valhalla
9.  CatDiesel
10.  Black Ice – Hymn For The Disco
11.  AquaCityBoy
12.  Highway
13.  Ballad Of Noah
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