Alicia Keys - As I Am - CD und MP3s - Kritiken, Berichte, Videos und Infos

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Alicia Keys
As I Am
Coverbild: Alicia Keys - As I Am
CDstarts.de:9/10
Leser:
5.6 / 10
5.6 / 10
VÖ:09.11.2007
Genre:R&B
Spieldauer:56 Minuten
Label:J Records/SonyBMG


Entweder hat es Alicia Keys nicht besonders eilig, vielleicht hat sie auch zu viele Verpflichtungen neben der Musik, oder ihr großer Erfolg sorgt schlicht und einfach dafür, dass zwischen ihren Studioalben immer so viel Zeit vergeht. Denn die 27-Jährige legt mit „As I Am“ erst ihre dritte Platte nach „Songs In A Minor“ (09/2001) und „The Diary Of Alicia Keys“ (12/2003) vor, die sich weltweit zusammen über 20 Millionen mal verkauften und der New Yorkerin neun Grammys bescherte. Auf jeden Fall legt die Songschreiberin sehr viel Wert auf Qualität, was der wichtigste Grund für die Entstehungsdauer ist. Doch dass es sich lohnt, auf ausgefeilte Qualitätsware zu warten, zeigt auch dieses Album wieder sehr eindrucksvoll.

Unterstützung bei den Studioarbeiten erhielt Alicia Keys von der Hit-Produzentin Linda Perry (P!nk, Christina Aguilera, Celine Dion), Singer/Songwriter-Kollege John Mayer, dem HipHop-Produzenten Swizz Beatz (DMX, Jay-Z, Mary J. Blige), Jack Splash (John Legend, Groove Armada, King Britt) sowie Arrangeur, Produzent, Keyboarder und Songwriter Mark Batson (Beyoncé, Nas, James Blunt). Auch Alicias langjähriger „Krucial Keys“-Produktionspartner Kerry Brothers war wieder an der Entstehung des Albums beteiligt. Dass viele Köche den Brei nicht zwangsläufig verderben müssen, zeigt das zeitgleich erschienene Album von Celine Dion („Taking Chances“). Aber auch „As I Am“ ist ein Paradebeispiel für ein wunderbar ausgewogenes Werk, bei dem fast jede Idee sitzt, Sinn macht und einfach gut klingt. Soul, HipHop, Jazz, Funk und R&B werden auf diese Weise zu einer modernen Klangschicht verwoben, die gepaart mit der wohl besten Gesangsleistung in Alicia Keys’ Karriere von vorne bis hinten funktioniert.

Warum sollen in „Go ahead“ nicht HipHop-Beats und Alicias Klavierspiel parallel agieren dürfen? Wer hat, der hat eben! Es muss ja nicht immer so dezent grooven wie in „Superwoman“, das fraglos einer der Höhepunkte des Albums ist. Wenn z.B. in „No one“ ein Klavierlauf erklingt, bei dem der Hörer schon nach den ersten Noten begeistert konstatieren muss „ja, das ist es!“, dürfen auch die Beats von Kerry Brothers ruhig etwas dicker auftragen. „No one“ zählt definitiv zu den Top-Songs des Jahres 2007 und stellt ein Lied dar, das die Black Eyed Peas sicher schon immer schreiben wollten. Noch ist es ihnen nicht gelungen.

Auch Soul-Balladen wie „Like you’ll never see me again“ haben heuer mehr Biss. Das liegt aber nicht nur am verschärften Groove. Dezente Gitarren- und Streicherklänge verstärken die Atmosphäre nochmals, genau wie ein männlicher Duettpartner (John Mayer) im wunderschönen „Lesson learned“ ein echter Gewinn ist. Dazu werden rhythmische Feuerwerke in den Himmel geschossen („I need you“), kurze Pianostücke zum sofortigen Verlieben eingestreut („Prelude to a kiss“) und fast am Ende des Album echte Meisterwerke quasi versteckt („Tell you something“). Wenn dafür nicht der 10. Grammy herausspringt, dann läuft etwas verkehrt...


Anspieltipps:

  • No one
  • Superwoman
  • Lesson learned
  • Teenage love affair
  • Prelude to a kiss
  • The thing about love

Leserkritiken

Avatar SimsFreak2000:
Ich halte das Album für gelungen. Außer "No One" und "Superwoman" ,finde ich, sticht kein Song richtig heraus. Trotz Alicias wunderbarer Stimme! Mehr Abwechslung hätte ich hier toll gefunden! Trotzdem erreicht Alicia bei mir, auch wegen des tollen Pianos, noch die 5 Punkte.
5 / 10
Avatar trigga:
alicia keys ist schon eine offenbarung, ihr debütalbum sorgte zurecht für furore und war ein absoluter dauerbrenner. sie mixte gekonnt verschiedene moderne stilelemente mit old-school und brachte so den soul ins neue jahrtausend. mit ihrer wunderschönen stimme, die auf abruf umwerfende power schmettert verzaubert sie auch diesmal. nach dem mir persönlich der vorgänger 'diary of alicia keys' subjektiv etwas weniger zusagte, war ich umso mehr gespannt auf den neuen longplayer. und ich wurde genau wie von 'songs in a minor' schier umgehauen! 'as i am' ist die deutliche künstlerische weiterentwicklung eines absoluten ausnahmetalents, nahezu jeder song ist eine art überraschung. souverän produziert, atemberaubend gesungen und mit fantastischen beats bzw. pianoklängen untermalt. textlich stimmt alles, die erste auskopplung 'no one' frisst sich nach dem ersten hören schon derart ins ohr, dass man nichts dagegen tun kann. außer schnell das album zu kaufen und die anderen wunderbaren titel anzuspielen. fazit: 'as i am' ist der große wurf, nahezu perfekt. anders als viele cds kann man sich hier kaum satthören, ich bin begeistert!
9 / 10
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8 / 10

Playlist

1.  As I am [Intro]
2.  Go ahead
3.  Superwoman
4.  No one
5.  Like you'll never see me again
6.  Lesson learned
7.  Wreckless love
8.  The thing about love
9.  Teenage love affair
10.  I need you
11.  Where do we go from here
12.  Prelude to a kiss
13.  Tell you something [Nana’s reprise]
14.  Sure looks good to me
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