Sarah Connor - Sexy As Hell - Cover
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Sarah ConnorSexy As Hell


  • Label: X-Cell/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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10 1 5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Am 22. August 2008 ist Connor/Terenzi/Lewe-Tag in Deutschland. Denn der aus Funk und Fernsehen bekannte Familienclan bringt an diesem Wochenende eine ganze Lastwagenladung CDs in die Plattenläden. Wer mag, darf sich auf Sarah Connors siebtes Album „Sexy As hell“, die erste Single von Sarahs kleiner Schwester Lulu („Crush on you“) und das neue Album von Ehemann Marc („Black Roses“) stürzen.

Ganz schön viel Holz, aber die Connor-Fans dürften ausgehungert sein, da die Ausbeute der vergangenen zwei Jahre – ein Weihnachtsalbum („Christmas In My Heart”) sowie eine Platte mit Coverversionen („Soulicious“) – nicht gerade das war, was sich die Fangemeinde tief im Herzen vorgestellt und gewünscht hat. Doch nun gibt es Abhilfe – wiederum flankiert von einer wochenlangen Promotion-Serie auf dem TV-Sender Pro Sieben. Wie schon im Sommer 2005 („Sarah & Marc In Love”) gewährt die Familie Connor/Terenzi der ganzen Nation intime Einblicke in das Familienleben, denn die beiden sind inzwischen nicht nur „In Love“ sondern „Crazy In Love“. Holla, die Waldfee!

In der Tat ließe sich über die TV-Doku-Soap mehr diskutieren, als über die neue CD der Connor. Diese ist nämlich wie ihre übrigen Pop-Alben davor geraten. Es gibt zwei, drei Songs mit Hit-Potenzial, zwei bis drei recht brauchbare Stücke und dann jede Menge Füllmaterial. Viel aufregender ist es da zu beobachten, wie das Leben eines Popstars von Woche zu Woche mehr entmystifiziert wird. Die „Diva aus Delmenhorst“ wird zum „Hausdrachen von Wildeshausen“ und Ehemann Marc schaut bedröppelt drein, da er viel lieber in den USA leben würde, wo seine Familie ansässig ist. Tja, Pech gehabt. Sarah hat die Hosen an und bringt das Geld nach Hause.

Geld machen lässt sich mit absoluter Sicherheit mit Songs wie „I’ll kiss it away“, dem wohl besten Stück des Albums, das Tochter Summer Antonia Soraya gewidmet ist, der ersten Singleauskopplung „Under my skin“, dem treibenden Dancetrack „Play“ sowie dem Titelsong „Sexy as hell“. Danach wird es leider (wie immer) sehr beliebig. Mit „See you later” gibt es rockige Popnummer im Stile von Miley Cyrus oder Hilary Duff, „Act like you“ ist ein pseudo-erotischer Song mit aufdringlich gehauchten Vocals, „Still crazy in love“ ist eine typische Sarah-Connor-Ballade, die aber nicht ganz an die Qualität von „From Sarah with love“ heranreicht und der von Star-Songwriter Jonathan „JR“ Rotem (Dr. Dre, Britney Spears, Destiny’s Child, 50 Cent, Leona Lewis) beigesteuerte Song „Fall apart“ stellt sich gar als größte Enttäuschung des Albums heraus. Das Lied hat zwar ein schönes atmosphärisches Grundgerüst, aber auch einen grausamen Refrain. So wird das nichts!

Mit „Sexy As Hell“ liefert Sarah Connor unterm Strich die gewohnte Durchschnittskost ab, der diesmal auch die Durchschlagskraft einer echten Hitsingle fehlt. Damit dürfte es schwer werden, an alte Erfolge anzuknüpfen, zumal Sarah Connor die Aufmerksamkeit von ihrer 16jährigen Schwester Lulu „gestohlen“ wird. Ihre Entwicklung zu verfolgen ist wesentlich aufregender und für die BRAVO-Leser kommt der Teenager um einiges authentischer rüber. Das haben wir nun davon. Wir werden auf jeden Fall sehen wie es weitergeht und melden uns in zwei Jahren zurück, wenn es die Fortsetzung der Doku-Soap in Verbindung mit neuen Alben des Connor/Terenzi/Lewe-Clans gibt. Bis dahin alles Gute. Und ich schwöre: Wir brühen weiter im Lichte dieses Glückes.

Anspieltipps:

  • Play
  • Sexy as hell
  • Under my skin
  • I’ll kiss it away
  • Still crazy in love

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