Stereophonics - Decade In The Sun: Best Of - Cover
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Stereophonics Decade In The Sun: Best Of


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 150 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist durchaus an der Zeit, die „Decade In The Sun“ gebührend zu feiern.

Was war das damals, 1997/98, für eine tolle Zeit. Oasis brachten mit „Be Here Now“ ihr letztes großes Album auf den Markt, Blur erfanden sich auf ihrem fünften, selbstbetitelten Werk neu, Pulp verlautbarten „This Is Hardcore“, Suede räumten auf „Sci-Fi Lullabies“ ihr Archiv aus und Travis debütierten mit „Good Feeling“. Alles schien in Ordnung und der BritPop-Hype noch lange nicht am Ende.

In dieser Zeit ging auch der Stern der walisischen Gruppe Stereophonics auf. Ihr Erstlingswerk „Word Gets Around” (08/1997) belegte einen respektablen sechsten Platz in den UK-Charts und brachte vier Singles hervor. Die danach folgenden fünf Studioalben belegten alle den ersten Platz der UK-Charts und festigten den Ruf der Stereophonics als eine der beliebtesten Bands in Großbritannien. Es wurden reichlich Singles ausgekoppelt und mit „Dakota“ landeten die Waliser sogar einen Nummer-1-Hit in England. Es ist also durchaus an der Zeit, diese „Decade In The Sun“ gebührend zu feiern und auf einer „Best Of“-Compilation zusammenzufassen.

Der Fan kann bei „Decade In The Sun“ zwischen drei verschiedenen Formaten wählen. Neben einer DVD mit 25 Video- und 12 Live-Clips sowie einer 20 Songs umfassenden Standard-CD, empfiehlt sich besonders die 2-CD Deluxe Edition mit sage und schreibe 40 Songs, die sich gleichermaßen in Singles und Raritäten aufteilen, allerdings penibel voneinander getrennt. So ist auf dem ersten Silberling die totale Hit-Power angesagt. Die Jungs um den charismatischen Sänger Kelly Jones feuern mit Songs wie „Dakota“, „The bartender and the thief“, „Have a nice day“, „I wouldn’t believe your radio“, „Pick a part that’s new“, „My own worst enemy“ und „Devil“. Irgendwo dazwischen haben die Stereophonics mit „You’re my star“ sogar einen nagelneuen Song versteckt, der sich in einer Reihe mit den zahlreichen Hits des Quartetts ebenfalls gut macht.

Auf der zweiten CD wird dann das Archiv aus elf Jahren Stereophonics geplündert. B-Seiten, Outtakes, Kollaborationen, Coverversionen, Kuriositäten und EP-Songs werden den Fans gebündelt angereicht. Diese werden unter den 20 Tracks garantiert die eine oder andere Neuentdeckung machen. Und wenn nicht, steht zumindest die Erkenntnis, dass bei den Stereophonics auch das Songmaterial aus der vermeintlichen zweiten Reihe eine hohe Qualität besitzt. Auf diese Weise machen selbst „Best Of“-Alben richtig Spaß, was eher selten der Fall ist.

Anspieltipps:

  • Dakota
  • Rewind
  • Superman
  • Mr. Writer
  • You’re my star
  • Climbing the wall
  • More life in a tramps vest
  • The bartender and the thief
  • Local boy in the photograph

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