Soundtrack - James Bond: Quantum Of Solace - Cover
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Soundtrack James Bond: Quantum Of Solace


  • Label: J Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 63 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Am 6. November 2008 startet der 22. James-Bond-Film in den deutschen Kinos. Zum zweiten Mal ist Daniel Craig in der Rolle des Superagenten zu sehen, dem er zusammen mit den Produzenten und Drehbuchautoren neues Leben eingehaucht hat. Zu stark war die Konkurrenz von Filmen wie der „Bourne“-Reihe mit Matt Damon in der letzten Zeit geworden, als dass Bond in althergebrachter Manier hätte weitermachen können. Deshalb ist aus dem charmanten Frauenschwarm mit der Lizenz zum Töten ein zynisch-kalter Action-Held geworden, der auch ohne Lizenz alles über den Haufen knallt, was ihm in den Weg kommt.

Entsprechend modernisiert kommt dann auch der Titelsong, „Another way to die“, zum neuen Bond daher. Nach ewigem hin und her, wer denn nun das prestigeträchtige Lied singen darf, wurden mit Jack White (Mastermind der Band The White Stripes) und Alicia Keys zwei Stars des aktuellen Musikgeschehens verpflichtet, die unterschiedlicher nicht sein können. Dennoch – oder gerade deswegen? – funktioniert ihr Beitrag zu „James Bond 007: Quantum Of Solace“ ganz ausgezeichnet. Das Lied hängt nicht allzu sehr an der Tradition alter Bond-Songs, lässt sich aber durchaus als „einer von ihnen“ ausmachen.

Jack White verknüpft seinen von Haus aus mitgebrachten kernig-rauen Rocksound mit der souligen Stimme und dem Pianospiel von Alicia Keys sowie ein paar typischen Bond-Song-Elementen (Bläser, Streicher) zu einem düster-vibrierenden Track, der die neue Ästhetik der Bond-Filme perfekt aufnimmt. Es gibt aber auch noch klassische Komponenten in der neuen Bond-Welt. So stammt der Film-Score wieder aus der Feder von David Arnold, der seit 1997 sämtliche Musik zu den Bond-Filmen beisteuert, zudem in den vergangenen Jahren die Musik für „2 Fast 2 Furious“, „Shaft“, „Godzilla“ und „Independence Day“ geschrieben und mit Künstlern wie Iggy Pop, Damien Rice, Aimee Mann und George Michael zusammengearbeitet hat.

Ganz klar, da weiß der Hörer noch was er hat. Nämlich einen rasanten musikalischen Ritt mit großer Orchesterbegleitung, in den sich exotische („Bolivian taxi ride“) bis rockige Töne verirren (großartig: „Pursuit at Port au Prince“), was ebenfalls ein Zugeständnis an den neuartigen Bond-Stil darstellt. Betrachtet man zudem die Songtitel in ihrer Reihenfolge, ergibt sich allein daraus ein Film vor dem geistigen Auge („Time to get out“, „Restrict Bond’s movements“, „Target terminated“, „The dead don’t care about vengeance“). James Bond ist und bleibt eben nicht nur auf der Leinwand eine verlässliche Größe. Auch musikalisch lässt David Arnold absolut nichts anbrennen!

Anspieltipps:

  • Field trip
  • Another way to die
  • Pursuit at Port au Prince
  • The dead don’t care about vengeance

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