Cruiserweight - Big Bold Letters - Cover
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Cruiserweight Big Bold Letters


  • Label: Siren Records/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit der Familie unternimmt man gerne was und das familieninterne Musikbands durchaus erfolgreich sein können, beweisen die Kaulitzbrüder von Tokiohotel. Der Followill-Clan hat dann in Form der Kings Of Leon auch noch bewiesen, dass solche Musik auch durchaus gut sei kann. Jetzt ist also die Maxwell-Sippschaft unterwegs. Stella (Gesang), Urny (Gitarre) und Yogi (Schlagzeug) begannen zusammen mit Bassist Dave Hawkins als rotzige Punkband mit Hang zur eingängigen Melodie. Seit dem Debüt „Sweet Weaponry“ sind gute zwei Jahre im Lande Texas vergangen und die Melodieverliebtheit hat obsiegt. Auch wenn im kratzigen Akustikopener Stellas Stimme alles andere als weich klingt und an die alten Zeiten erinnert, wird selbige kratzige Melodie gebraucht um den Rocker „Balboa“ zu begrüßen.

Jetzt klingt das Ganze aber abgerundet und auf das Radio und auch den zarter besaiteten Fan zugeschnitten. Das ist jetzt nicht negativ gemeint. Der Fakt ist, dass es gleich ist, wo man nun im Album einsteigt, der Einstieg fällt immer leicht. Kein Lied wirft einen aus der Bahn und selbst die stürmischeren Stücke wie „You Don’t Get It!“ oder „Distraction“ sind viel zu harmonisch und gewinnen oft der Indie-Branche und dem Pop etwas ab, sodass immer wieder Ruhe einkehrt, was sich als Ballade („Sustainer“) oder als Pop-Rocker („Spread Like Fingers“) der sanften Art äußert.

Ansonsten ist das Prinzip der Texaner liebliche Party-Rocker auf den Hörer loszulassen und da kann man eigentlich getrost die ganze Tracklist aufzählen. Von „Balboa“ über „Burst The Bubble“ bis hin zu „Slack“ bis hin zu „You Were Right“. Cruiserweight werden gerade das junge Publikum mit dieser frischen Musik für sioch gewinnen können. Auch ist hier aber die Hörerschaft zu erwarten, die es nicht stört, dass eine gewisse Austauschbarkeit vorhanden ist. Es ist schwer einen Lieblingssong zu haben, obwohl sich gerade vor diesem Hintergrund doch etwas ergeben müsste und so wird jeder Fan sein Lieblingslied finden, ohne mangelnde Qualität bei den restlichen Songs bejammern zu müssen.

Spaß ist auf jeden Fall garantiert und auch die Melodien sind nicht von schlechten Eltern. Was fehlt, sind die großen Knaller. Die Lieder, die den Hörer richtig vom Hocker hauen oder die Energie, die eine junge Band ausmacht (glänzendes Beispiel: „Operator Please“) fehlt ein wenig und es klingt schon zu routiniert. So ist „Big Bold Letters“ ein ambitioniertes Stück Musik, das aber hoffen muss, noch nicht den Zenit der Band darzustellen. Aber immer ruhig mit den wilden Pferden, es handelt sich ja erst um das zweite Output der US-Band.

Anspieltipps:

  • Balboa
  • Spread Like Fingers
  • You Don’t Get It!

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