Mudvayne - The New Game - Cover
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Mudvayne The New Game


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Extrem-Metal-Band gestartet, sind Mudvayne inzwischen im härteren Bereich des Alternative Rock angekommen. Ob es etwas damit zu tun hat, dass Sänger Chad Gray und Gitarrist Greg Tibbett auch bei der Supergruppe Hellyeah beschäftigt sind, die ihre Einflüsse u.a. aus dem Southern Rock bezieht? Man könnte es durchaus vermuten. Auf jeden Fall mussten sich die Mudvayne länger als erhofft auf den Nachfolger des US-Nummer-2-Albums „Lost And Found“ (04/2005) gedulden, weil die beiden mit ihrem Nebenprojekt beschäftigt waren. Doch nun liegt das Werk vor, das wie schon der erfolgreiche Vorgänger von Dave Fortman (Evanescence, Slipknot, Simple Plan, Boy Sets Fire) produziert wurde.

Die Arbeit für „The New Game“ begann im August 2006 in Chicago und wurde sieben Monate später in einer abgelegenen Gegend in Idaho, nicht weit entfernt von der kanadischen Grenze, abgeschlossen. Bereits der Titel stellt klar, dass sich im Hause Mudvayne einiges verändert hat. Dave Fortman plauderte es schon im Vorfeld aus: „Das Album ist heavy und hat tolle Hooklines und es gibt einige Rock’n’Roll-Momente, die ziemlich cool sind. Es ist nicht allzu heftig, aber ab und zu erinnert der Sound an Old-School-Rock. Es ist insgesamt etwas erdiger und wärmer als der Vorgänger.“ Das kann man in der Tat so stehen lassen, wie auch Drummer Matt McDonough bestätigt: „In gewisser Weise ist es die zugänglichste Platte, die wir je gemacht haben... und das meine ich ganz positiv. Wir haben unsere Art, Songs zu arrangieren etwas zurückgefahren und unsere Musik so leichter zugänglich gemacht.

Da haben wir den Salat! Jetzt ziehen also vermehrt Balladen und poppige Melodien bei den Jungs aus Peoria, Illinois ein. Nein, nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Denn schon im Opener „Fish out of water“ wird amtlich in die Saiten gegriffen und der Hörer bei den Hörnern gepackt und wachgerüttelt. Die Sender werden auf Empfang geschaltet und vernehmen mit der ersten Singleauskopplung „Do what you do“ einen ersten Höhepunkt aus kontrollierter Härter und dezenter Eingängigkeit. In ähnliche Richtung gehen auch „Same ol’“ und „A Cinderella story“, während ein Song wie „Scarlet letters“ aufgrund seiner ruhigeren bzw. melodiösen Zwischentöne auch im US-Mainstream-Radio gespielt werden könnte.

„The New Game“ ergibt am Ende ein stimmiges Bild von einer gereiften Band, die sich ganz diskret neuorientiert ohne die alten Markenzeichen zu ignorieren. Auf diese Weise können alte Fans gehalten und neu hinzugewonnen werden. Nicht schlecht eingefädelt, meine Herren! Ach ja, die Fortsetzung findet übrigens schon im kommenden Jahr statt, da das nächste Album bereits fix und fertig aufgenommen ist.

Anspieltipps:

  • Dull boy
  • Do what to do
  • Scarlet letters
  • A Cinderella story

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