Britney Spears - Circus - Cover
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Britney Spears Circus


  • Label: Zomba/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine homogene Mischung aus 90er-Jahre-Pop und modernen Sounds.

Mit „Blackout” (10/2007) unternahm Britney Spears den ersten Anlauf, um aus ihrer persönlichen Lebens- und Karrierekrise zu entkommen. Das klappte zwar nur in Ansätzen (wir erinnern uns an eine schwache erste Singleauskopplung und an einen danebengegangenen Auftritt bei den MTV Awards. Das Sorgerecht für die Kinder ist futsch und ihr Vater wurde als Vormund eingesetzt), aber ein Anfang war gemacht.

In der Endabrechnung darf „Blackout“ sogar als weiterer Millionseller in Britneys Karriere bezeichnet werden, wobei der Unterschied zwischen dem Debütalbum (ca. 26 Millionen Mal verkauft) und „Blackout“ (rund 2,2 Millionen verkaufte Einheiten) schon sehr gravierend ist. Ohne Singlehit geht eben nicht viel. Doch diesen hat Britney diesmal im Gepäck! Der Song „Womanizer“ entwickelte sich zur erfolgreichsten Single seit mehr als vier Jahren und verkaufte sich in Rekordzeit mehr als eine Million Mal. Im Sog dieses Hit-Tracks müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn „Circus“, das sechste Studioalbum der 27-Jährigen, nicht in alte Verkaufsregionen vorstößt.

„Circus“ setzt die auf „Blackout” begonnene Weiterentwicklung konsequent fort, klingt dabei aber eine Spur poppiger als der etwas klinisch geratene Vorgänger. Mit Songs wie „My baby“ und „Out from under“ knüpft Britney jedenfalls an die großen Balladen und Pophits ihrer ersten Alben an. Nichtsdestotrotz wird „Circus“ von elektronischen Einflüssen und einer vom Computer verfremdeten Stimme bestimmt, was in Maßen wirklich gut funktioniert („Womanizer“, „Mmm papi“, „Circus“), aber auch ein paar Rohrkrepierer mitbringt („Kill the lights“, „Unsual you“). Es hat sich dennoch gelohnt, dass mit Max Martin, Dr. Luke, Danja, Bloodshy & Avant und Guy Sigsworth wieder die üblichen Verdächtigen der Pop-Produzenten/Songwriter-Riege an dem Album mitarbeiteten und eine homogene Mischung aus 90er-Jahre-Pop und modernen Sounds entwarfen. Britney Spears ist nun mal die amtierende Queen of Pop, nachdem Madonna mit ihrem Jugend- und Elektrowahn nicht mehr richtig ernst zu nehmen ist. Zu diesem Status gehört dann auch, dass die Songs ins Ohr gehen und eingängige Melodien besitzen. Dafür wurde gesorgt, denn nicht mehr und nicht weniger verlangt der Hörer von einem Britney-Spears-Album.

Anspieltipps:

  • Blur
  • My baby
  • Mmm papi
  • Womanizer
  • Shattered glass
  • Out from under

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