Ciara - Fantasy Ride - Cover
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Ciara Fantasy Ride


  • Label: Zomba/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ciara bleibt auf „Fantasy Ride“ ihrem Crunk-Style treu.

Ciara Princess Harris zählt zu den erfolgreichsten Vertretern des HipHop-Subgenres Crunk, das sich durch elektronische Elemente und besonders tiefe Basssounds auszeichnet. Die ersten beiden Studioalben der 23-Jährigen, „Goodies” (09/2004) und „The Evolution” (12/2006), verkauften sich weltweit zusammen mehr als sechs Millionen mal, weshalb die junge Dame auch „The Princess of Crunk“ genannt wird. Inzwischen ist Ciaras Album Nummer drei, „Fantasy Ride“, auf dem Markt, das sie als Support Act von Britney Spears promotet und dabei mit ihrer sexy Show für mächtig Bühnenfurore sorgt.

Ciara bleibt auf „Fantasy Ride“ ihrem Crunk-Style treu, versäumt es aber nicht, für eine gewisse stilistische Vielfalt innerhalb des Black-Music-Genres zu sorgen. Dies funktionierte offenbar nur, indem sich die 23-Jährige eine kleine Heerschar an Kollegen ins Studio holte. So findet der geneigte Hörer unter den 14 Tracks u.a. zwei Timbaland-Kollaborationen sowie Beats aus den Baukästen von Polow Da Don, „Tricky“ Stewart, Dr. Luke und Darkchild – um nur ein paar zu nennen. Dazu hat sich Ciara Ludacris, Justin Timberlake, Missy Elliott, Chris Brown, The-Dream und Young Jeezy als hochkarätige Mikrofongäste eingeladen.

Trotz der geballten Fachkraft funktioniert nicht alles auf „Fantasy Ride“ wie erhofft. So ist die Singleauskopplung „Love, sex, magic“ (Featuring Justin Timberlake) gewiss ganz nett, es entsteht aber der Eindruck, als stamme der typisch futuristische Timberlake-Song aus der Resteverwertung seines letzten Studioalbums. „High price“ klingt wie eine verwaschene Synthie-Suppe, über die ein paar fette Beats gelegt wurden und „Work“ in Zusammenarbeit mit Missy Elliott ist ein reichlich bemühter Tanzflächenfüller.

Highlights sind dagegen „Turntables“ von und mit Chris Brown, das sich perfekt als Single eignen würde. Aber jeder, der sich ein bisschen mit aktueller Popmusik befasst, wird wissen, warum der Track höchstwahrscheinlich nicht ausgekoppelt wird. Schade! Auch das folgende „Like a surgeon” ist gelungen. Die Beats kriechen langsam und fett aus den Boxen, während die Synthies einen schönen Elektro-Teppich absondern. Die erste Singleauskopplung in den USA war der Track „Never ever“, bei dem Young Jeezy seinen Gastauftritt hat. Das Stück schmeichelt sich mit einer poppigen Melodie im Akon-Stil ins Gehör, geht aber durchaus als Ballade durch.

Wirklich herausragendes Material gibt es auf „Fantasy Ride“ leider nicht zu bestaunen. Es befinden sich zwar fünf bis sechs gute Tracks auf dem Album, aber auch genauso viele durchschnittliche. Das ist unterm Strich zu wenig, um etwas reißen zu können. Selbst wenn sich noch ein, zwei Singleauskopplungen finden, wird das nicht genügen, um den Erfolg des Debütalbums wiederholen zu können.

Anspieltipps:

  • Echo
  • Turntables
  • Never never
  • Like a surgeon
  • Tell me what your name is

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