Legion Of The Damned - Cult Of The Dead - Cover
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Legion Of The Damned Cult Of The Dead


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Anschnallen und das Rauchen einstellen, denn auf was für eine Reise uns die vier Holländer auf ihrem vierten Studioalbum in den nächsten gut vierzig Minuten schicken werden, bedarf einem ablenkungsfreien, sicheren Platz. Gegründet aus drei Vierteln der Vorgängerband Occult, wurde im Jahre 2004 mit dem neuen Sänger Maurice Swinkels eine der mittlerweile stärksten Death-/Thrash-Metal-Formationen des Planeten gegründet. Nach Veröffentlichung des Debüts im Juni 2006 ging es Schlag auf Schlag. Im Januar 2007 erschien der Zweitling „Sons of the jackal“, gerade einmal ein Jahr später Album Nummer drei, wobei es sich dabei um eine Neuauflage des letzten Occult-Albums handelte. Nun erscheint, wieder einmal nicht mal ganz ein Jahr später, CD Nummer vier. Also wenn man den Niederländern ein was nicht ankreiden kann, dann dass sie faul wären. Aber getreu dem Motto „Klasse statt Masse“ muss das ja zwangsläufig nichts wirklich Positives bedeuten. Da Ausnahmen ja die Regel bestätigen, darf hiermit ganz großspurig verkündet werden: Das was Legion Of The Damned auf ihrer neuen CD abliefern, grenzt wirklich am Rande des perfekten Albums. Dabei stoßen sie sich damit in eine Liga von Bands wie Slayer und Sodom.

Von der ersten bis zur letzten Minute heißt es bei den Holländern Feuer frei. Da wird aus allen Kanonen geschossen und ein Tempo das Album über aufrecht gehalten, welches wenig Möglichkeit zum Verschnaufen lässt. Jedoch hämmert Schlagzeuger Erik Fleuren die Trommeln nicht nur permanent durch. Stattdessen werden die Stücke geprägt durch Rhythmuswechsel und viele Breaks. Und dabei wirken die Stücke weder überladen noch überhastet. Man hat wirklich den Eindruck, die Band hätte bei jedem Lied genau den Kern getroffen. Das geht nach dem spannungsgeladenen Intro „Sermon of Sacrilege“ gleich direkt mit dem ersten Kracher „Pray & suffer“ los. Tempovariationen, einfallsreiche Riffs und abwechslungsreiche Shout- und Growl-Vocals machen das Lied zu einem perfekten Opener.

Luft holen? Nicht jetzt, denn auch das folgende „Black templar“ hält das Tempo straff aufrecht. Ein Kracher des Albums ist auch der Namensgeber „Cult of death“. Ein kurzes orchestrales Intro, dann hämmert die Double-Base los als hätte es nicht mal ein Gestern gegeben. Kann man eine Mischung aus Death-und Thrash Metal eigentlich noch besser machen? Und nach dem Abschluss „The final godsend“ kann man es nicht erwarten, sich loszuschnallen und ein weiteres Mal die Play-Taste zu drücken!

Man könnte jetzt hier wirklich jedes der elf Stücke aufzählen und in den Himmel loben, jedoch ist die Quintessenz des Albums eigentlich folgende: Wirklich jedes Lied ist gut, Legion Of The Damned haben nichts Neues, aber schlicht eines der besten Alben des Genres geschaffen. Und wem das nicht genug ist, der soll gefälligst den Musikgeschmack wechseln! Ihr alten Helden aufgepasst: Legion Of The Damned sind ganz stark im Anmarsch!

Anspieltipps:

  • Pray & Suffer
  • Black wings of yog-sothoth
  • Cult of the death
  • The final godsend

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