Schiller - Sehnsucht: Live - Cover
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Schiller Sehnsucht: Live


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 140 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Hörer wird in die Pionierzeit der deutschen Elektro-Szene zurückversetzt.

Christopher von Deylen, Mastermind von Schiller, besitzt wirklich ein Herz für Fans: Nach jedem Studioalbum folgt eine Tour und diese wird dann auf CD und DVD gebannt. Das aktuelle Album „Sehnsucht“ bekommt also auch ein Live-Brüderchen in Form von 2 DVDs und 2 CDs, die separat voneinander veröffentlicht werden.

Die ausverkaufte Tournee des Electro/Ambient-Meisters von Deylen führte durch ganz Deutschland und Europa. Die besten Performances der „Sehnsucht“-Tour, aufgezeichnet auf Konzerten in zehn verschiedenen Städten, wurden für die CD-Ausgabe von „Sehnsucht Live“ zusammengestellt. Und auch ohne die Bilder der DVD kann die interessante Atmosphäre der Schillerkonzerte uneingeschränkt bewundert werden.

Das Publikum wartet meist sehr ruhig und gebannt auf die Klänge von Schiller, die er zusammen mit Gästen wie Ben Becker, Kim Sanders, Jael, Jette Von Roth sowie seiner Live-Band vorträgt. Die Klänge schweben sehnsüchtig aus den Boxen und so langsam begreift man, wie viel Christopher von Deylen für das Ambient-Genre getan hat. Verspulte Kiffermusik ist das jedenfalls nicht, was der 38-Jährige hier bietet.

Das eigentliche Juwel dieser CD-Veröffentlichung, mit dem sie sich von der Live-DVD abgrenzt (diese enthält das komplette Konzert im Kölner Palladium), ist der zweite Silberling. Darauf befinden sich die Videoversionen der Singles „You - Fest. Colbie Caillat“, „Time for dreams - Feat. Lang Lang” und „Heaven - Feat Bernstein“, zwei bisher unveröffentlichte Instrumentals sowie exklusive Remix-Versionen für Klaus Schulze & Lisa Gerrard („Liquid coincidence part 2“) und Bernstein („Paradies“).

Der Knaller ist allerdings die bislang unveröffentlichte, ungekürzte 30-Minuten-Originalversion des Songs „Zenith“ – eine Kollaboration von Schiller mit dem deutschen Elektronik-Vorreiter Klaus Schulze (Tangerine Dream). Hier fühlt sich der Hörer endgültig in die Pioniertage der deutschen Elektro-Szene zurückversetzt – mit einem Gratislink ins Hier und Jetzt.

Anspieltipps:

  • Zenith
  • Vor Der Zeit
  • Moonflower
  • Denn Wer Liebt
  • Liquid Coincidence Part 2
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