Akon - Freedom - Cover
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Akon Freedom


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 56 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Aliaune Badara Akon Thiam gehört nach nur zwei Studioalben („Trouble“, 2004, „Konvicted“, 2006) zu den meistgebuchten Produzenten, Songschreibern und Duettpartnern in der Popmusik. Hört man sich sein neues Album „Freedom“ an, weiß man warum: Der 35-Jährige versteht es zurzeit wie kein zweiter, eine extrem eingängige Melange aus HipHop, R&B, Soul und Pop anzurühren, auf die u.a. schon Eminem, Snoop Dogg, Gwen Stefani, Chamillionaire, 50 Cent, T.I., Kardinal Offishall, Lil Wayne, Wyclef Jean, Nelly, Ashanti, Lady Gaga, Nicole Scherzinger oder die New Kids On The Block zurückgegriffen haben. Mit Whitney Houston und Michael Jackson stehen bereits die nächsten Auftraggeber für den „Billboard Top Artist 2007“ fest. Und wer sonst, sollte man meinen, kann die beiden Superstars der 80er und 90er Jahre aus dem Karrieretief holen?

Wie das gehen könnte, zeigt sich auf „Freedom“ gleich in dreizehnfacher Ausfertigung: Akon und seine Gäste (u.a. Kardinal Offishall, Lil Wayne, Young Jeezy, T-Pain, Wyclef Jean) liefern ein unglaubliches Sammelsurium an Killer-Hooks und Ohrwurmmelodien ab, nach dem sich jeder Popmusiker die Finger lecken würde. Oft mit den einfachsten musikalischen Mitteln („Freedom“) und grundsätzlich frei von stilistischen Grenzen („Beautiful“ klingt z.B. wie eine Mischung aus OneRepublics Hit „Apologize“ und 90er-Jahre-Euro-Pop), schreitet der gebürtige Senegalese geschmeidig von Hit zu Hit, ohne einen einzigen Ausfall abzuliefern.

Das macht wirklich Spaß, obwohl das Album so gar nicht in die Jahreszeit passen will. Denn was den Hörer auf „Freedom“ erwartet, ist lupenreine Sommermusik: Tanzbar, federleicht, eingängig und angenehm simpel. Da würde selbst Pop-Titan Dieter Bohlen große Ohren machen, ob dieses „Modern Talking des R&B“-Effekts. Und in der Tat muss staunend konstatiert werden, dass schon lange kein Black-Music-Album mehr eine derart geballte Eingängigkeit zu bieten hatte. Mit einem absoluten Selbstverständnis entwarf Akon mit seinen Co-Produzenten/Songwritern (u.a. RedOne, Giorgio Tuinfort, Timothy Walls) klassische Dancefloortracks („Right now“), macht auf Synthie-Popper („Troublemaker“), lässt Akustikgitarren erklingen („Birthmark“) und holt die ganz dicken Beats raus, auf die Lil Wayne und T-Pain ihre markanten Raps schrauben („I’m so paid“, „Holla holla“). Ob man will oder nicht, das ist Pop as Pop can be und für jeden Genre-affinen Hörer ein Muss, an dem in diesem Winter kein Vorbeikommen ist!

Anspieltipps:

  • Beautiful
  • Freedom
  • Birthmark
  • Sunny day
  • Be with you
  • Keep you much longer

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