Dawn Of Winter - The Peaceful Dead - Cover
Große Ansicht

Dawn Of Winter The Peaceful Dead


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zu den deutschen Urgesteinen in Sachen Doom Metal gehören zweifellos Dawn Of Winter. Auch wenn das erste reguläre Album „erst“ 1998 erschien, spielt die Formation aus Ludwigsburg bereits seit Anfang der 90er Jahre in recht konstanter Besetzung zusammen – auch wenn zunächst ein Großteil des Materials unveröffentlicht blieb und auch heute nur schwer zu bekommen ist. Ohne große Experimente fügt sich auch die neue Scheibe „The Peaceful Dead“ in die bisherige Reihe der Veröffentlichungen ein.

Der Eindruck des leicht stereotypen drängt sich nämlich bereits bei den ersten beiden Songs „The Music Of Despair“ und „A Lovelorn Traveller“ auf. In gewohnt schleppendem Tempo scheppern sich Schlagzeug, tiefe Gitarren und Bass durch die ersten Nummern ohne wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen, dazu kommt ein Gesang, der zwar einerseits recht melodiös ausfällt, auf der anderen Seite aber auch etwas austauschbar wirkt. Ein Pete Steele hätte den Kompositionen wohl immerhin etwas mehr Seele einhauchen können. Von der kompositorischen Klasse mancher Type O Negative Werke sind Dawn Of Winter leider weit entfernt.

Denn die gepflegte Langeweile, die bei den ersten Nummern aufkommt, bleibt über weite Teile des Albums konstant – jedenfalls so lang, bis auf einmal „Burn Another Sinner“ aus den Boxen kommt. Hier darf das Schlagzeug auf einmal mehr sein als bloße Rhythmusmaschine und auch die Gitarren bekommen Gelegenheit sich etwas mehr Raum zu erspielen. Mit angezogenem Tempo ist dieser Song die wohl härteste Nummer der Scheibe. Etwas mehr Ausflüge in diese Richtung hätten „The Peaceful Dead“ sicherlich gut getan, denn ähnlich positiv sticht ansonsten eigentlich nur „All The Gods You Worship“ heraus.

Doch zu oft wirken die Songs nur wie eine bloße Rezeption einer allgemeingültigen Doom-Metal-Formel. Hier wäre etwas mehr Abwechslung, Innovation und letztendlich auch Mut durchaus angebracht gewesen. Letztendlich werden eingefleischte Doom Metal Fans wohl dennoch ihren Spaß an „The Peaceful Dead“ haben. Von wirklicher Relevanz in der Szene kann bei diesem Album allerdings keine Rede sein.

Anspieltipps:

  • The Music Of Despair
  • Burn Another Siinner
  • All The Gods You Worship

Neue Kritiken im Genre „Doom Metal“
Diskutiere über „Dawn Of Winter“
comments powered by Disqus