Mencea - Dark Matter, Energy Noir - Cover
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Mencea Dark Matter, Energy Noir


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Was für ein bedeutungsschwangerer und zugleich geheimnisvoller Titel! „Dark matter / Energy Noir“ ist das Debüt der griechischen Melodic Death Metal-Kapelle Mencea, die nach ein paar Demos nun sieben Groove-Brecher vorlegt, die in einer Liga mit Meshuggah, Opeth, Gojira, In Flames und ähnlichen Konsorten spielen wollen. Dem ersten Höreindruck nach ist das alles auch ziemlich gut gelungen, allerdings fehlt der Truppe für eine längerfristige Befriedigung des Hörers das Tüpfelchen auf dem I, weswegen viele Tracks an Ausdruckskraft und Aggressivität verlieren.

Aber keine Sorge: Andy Giolmas (Gesang), Stamos Koliousis (Gitarre), Angelis Labrakis (Gitarre, Keyboard), Kostas Alatas (Bass) und Nick Prapas (Schlagzeug) holzen einige progressive Spielereien aus ihren Instrumenten, die durchaus stimmig arrangiert wurden und somit dem sonst etwas vorhersehbaren Songaufbau entgegenwirken. Zwar prügeln Mencea keine mathematische korrekten Drum-Patterns oder Rifffolgen wie ihre Kollegen von Meshuggah aus den Boxen, dafür darf es hin und wieder eine kleine Melodie („Curse the damned“) oder ein schöner Zwischenpart („Ardad“) sein, der sich zu dem wütenden Treiben in Todesblei-Manier hinzu gesellen darf.

Was den fünf Griechen allerdings auf Dauer ein wenig das Genick bricht und eine Dauerbeschallung von „Dark metal, energy noir“ in bescheidene Maße rücken lässt, ist das tief angesetzte Organ von Sänger Giolmas. Für zwei oder drei Tracks ist sein monotoner Vortrag ja nicht schlecht, aber bei etwas mehr als 40 Minuten wäre es nicht schlecht gewesen mehr Abwechslung in seine Growls zu bringen. Vielleicht lässt sich dieses Manko auf der zweiten Scheibe beheben, dann macht der Rundling auch sicher einen allgemein besseren Eindruck.

Anspieltipps:

  • Forbidden
  • The Passing
  • The Holy Cast

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