Born From Pain - Survival - Cover
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Born From Pain Survival


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kürzer, knackiger und eine Spur besser als vor zwei Jahren mit „War“ (11/2006) präsentiert sich die niederländische Hardcore-Metal-Truppe Born From Pain.

Kürzer, knackiger und eine Spur besser als vor zwei Jahren mit „War“ (11/2006) präsentiert sich die niederländische Hardcore-Metal-Truppe Born From Pain. Dass der letztendlich stimmigere Gesamteindruck und differenzierte Klang (mehr punkige Strukturen als metallische) im Gegensatz zum Vorgänger aber eher durch die gravierenden Besetzungswechsel in den letzten Monaten hervorgerufen wurde (Sänger Che verließ aus persönlichen Gründen die Band, Bassist Rob Franssen wechselte ans Mikro und mit Andries Beckers verpflichtete man daher ein neues Gesicht für den vakanten Posten am Bass) statt durch eine andere Herangehensweise im Songwriting, dürfte zu denken geben, ob die fünf Holländer nicht ohnehin in einer künstlerischen Sackgasse gestanden sind. Wie dem auch sei, „Survival“ gibt wieder ordentlich Grund zu Moshen und das ist schließlich das Wichtigste an der ganzen Sache.

Bevor es soweit ist, darf sich der Hörer aber erst mit einer etwas lästigen Soundcollage herumschlagen, die sicherlich nett gemeint ist, zur Atmosphäre der Platte im Vergleich zu den später reingeschnittenen Aufnahmeschnipseln von Reden diverser Politiker oder Nachrichtensprecher aber eigentlich nichts beiträgt. Nach Überwindung dieser etwas mehr als 1 ½ Minuten leistet der ebenfalls neu besetzte Drummer Roy Moonen (Roel Klomp musste aufgrund einer Armverletzung den Dienst bei Born From Pain quittieren) mit drückendem Beitrag einen gelungenen Einstand in das neueste Oeuvre. Warum denn nicht gleich so? Mit der zweiten Hälfte des „Sound of survival“, „State of mind“ und „Sons of a dying world“ liefern Born From Pain dann abwechslungsreiches, aber durchaus bodenständiges Genrematerial ab, das erst mit „The wolves are loose“, einer eingangs episch angelegten Melodielinie, knalligen Mosh-Einlagen (für ordentliche Circle Pit-Rotationen dürfte hiermit gesorgt sein) und einem Text der wie Arsch auf Eimer passt, durchbrochen wird und den starken Teil des fünften Outputs der Niederländer einleitet.

Stark bedeutet bei Born From Pain im Jahre 2008 mächtige Gangshouts, knackiges Riffing und polternde Drums, die sich immer wieder eine Schlacht mit der angepissten Darbietung von Franssen liefern, der zwar nicht ähnlich heiser seinen politischen und sozialkritischen Unmut aus sich herauskotzt wie Che Snelting, aber trotzdem keine negativen Kompromisse für den Hörer zulässt. Im längsten Track „Final collapse“ drosselt der Fünfer das Tempo um die Message des Songs noch eindringlicher zu gestalten, was ihnen mit Hilfe der bereits weiter oben erwähnten Nachrichtenschnipsel gelingt und dem Song einen dokumentarischen Touch gibt. Danach gibt es mit „The Hydra“, „Endgame“, „Zeitgeist“, „Zero hour“ und „Under false flag“ eine erneute Abreibung zwischen Metal, Hardcore Punk und Thrash Riffing, die zwar allesamt keine stilistischen Meisterwerke sind, aber besser auf den Punkt gebracht wurden als die meisten Stücke des Vorgängers. Und einen qualitativen Aufwärtstrend kann man eigentlich nur begrüßen.

Anspieltipps:

  • The Hydra
  • Final Collapse
  • The Wolves Are Loose

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