Theocracy - Mirror Of Souls - Cover
Große Ansicht

Theocracy Mirror Of Souls


  • Label: Metal Heaven/SOULFOOD
  • Laufzeit: 68 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Was macht eine Band, die nicht sofort als eine weitere überflüssige Melodic-Power-Metal-Band abgestempelt werden möchte? Sie fügt dem Sound einfach ein paar „progressive Elemente“ hinzu. Diesen mittlerweile inflationär gebrauchten Begriff bemühen auch die Amerikaner von Theocracy auf ihrem zweiten Album „Mirror Of Souls“. Zu hören ist davon jedoch nicht sonderlich viel.

Zumindest, wenn man das zusammenstückeln drei verschiedener Songs nicht als „progressiv“ versteht. Genau das geschieht nämlich beim Opener „A Tower Of Ashes“. Freut man sich schon bei dem eingängigen Keyboard-Intro auf einen tollen Melodic-Midtempo-Stampfer, wird erst einmal das Gaspedal durchgedrückt und bekommt ein paar Takte astreinen Speedmetal geboten, bevor die Keyboard Melodie vom Anfang ganz über Bord gekippt wird und einem komplett anders ausgerichteten Song platz macht. Schade, denn der Anfang des Songs war wirklich gut. Beim darauf folgenden „On Eagle‘s Wings“ umschifft man dieses Problem weitgehend, denn von „progressiven Elementen“ ist bei dieser Melodic Metal Nummer nicht eine Spur zu hören.

Dafür geht es mit dem aneinanderreihen unpassender Songstückchen bei „Laying The Demon To Rest“ weiter. Die einzelnen Teile für sich klingen vielversprechend - wenn sie nicht zusammenhanglos aneinandergehängt den Anspruch erheben würden, als kompletter Song durchzugehen. Das wechseln von düsteren Strophen, epischen Refrains und harten Riffgewittern wirkt dafür leider viel zu aufgesetzt. Am besten klingt das Album dann, wenn sich Theocracy an konventionellere Songstrukturen halten und den Songs etwas Luft zum atmen lassen. So gelingt die halb-Akustik Ballade „Bethlehem“ zu einem echten Höhepunkt und auch „Martyr“ und die Titelnummer „Mirror Of Souls“ gehen als ein gutes Stück Power Metal durch.

Dennoch befinden sich Theocracy auf diesem Album in einer Zwickmühle: Freunde melodischem Power Metals stören sich an den aufgesetzt wirkenden progressiven Elementen und den unentschlossenen Songstrukturen, während sich Prog-Metal-Fans bei den pathetischen Melodien bestenfalls zu einem müden Lächeln durchringen können. Ob es einen Weg aus dieser Sackgasse gibt wird sich wohl erst bei dem nächsten Album zeigen.

Anspieltipps:

  • Bethlehem
  • Martyr
  • Mirror Of Souls

Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
8/10

The Rise Of Chaos
  • 2017    
8/10

Monuments
  • 2017    
7/10

Emperor Of Sand
  • 2017    
Diskutiere über „Theocracy“
comments powered by Disqus