Cryonic Temple - Immortal - Cover
Große Ansicht

Cryonic Temple Immortal


  • Label: Metal Heaven/SOULFOOD
  • Laufzeit: 51 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein weiteres Album aus der Kategorie „als Prog-Metal vermarkteter Power-Metal“ kommt aus dem Hause Cryonic Temple, die in der Vergangenheit bereits zwei vielversprechende, wenn auch wenig innovative Langrillen unter das Volk gebracht haben. In die gleiche Kerbe schlägt auch das neue Album „Immortal“, das zwar heavy, schnell und noch relativ melodisch daher kommt, mit „progressive“ allerdings nur am Rand zu tun hat.

Bereits die ersten beiden Songs der Scheibe, „Immortal“ und „Standing Tall“ sind lupenreine Speed-Metal Nummern mit harten Gitarren und Doublebassfeuerwerk. Das Ganze kommt freilich eine ganze Ecke kantiger daher, als man es von den Kollegen von Hammerfall oder Helloween gewohnt ist, in Sachen Holzhammer-Lyrics können Cryonic Temple aber durchaus Kontra geben. Bei Refrains wie „standing tall – fight for all“ stellen sich selbst abgehärteten Power-Metal-Fans die Nackenhaare auf. Musikalisch interessanter kommen „Where Sadness Never Rests“ und „Beg Me“ daher. Ersteres entpuppt sich nach einem balladesken Anfang als Heavy-Rocker der alten Schule, während „Beg Me“ mit interessanten Tempo-Wechseln daher kommt. Hier kann man sogar die plakative prog-Ankündigung gelten lassen.

Leider verlieren sich Cryonic Temple ansonsten aber zu oft in seelenlosem Speed-Metal Geschrubbe („Fight To Survive“, „Time“), ganz nach dem Motto „wer zuerst fertig ist, gewinnt“. Dennoch haben sich mit „Fear Of The Rage“ und „Train Of Destruction“ auch noch zwei Songs eingeschlichen, die einerseits mit komplexem Aufbau, andererseits aber trotz der Härte mit starken Refrains glänzen Können. Dazu kommt mit „As I Sleep“ eine unerwartet ruhige und definitiv gelungene Akustik-Ballade, die unterstützt von dezenter Streicher-Begleitung das Ende der Scheibe einläutet.

Insgesamt ist „Immortal“ also ein durchschnittliches Heavy Metal Album mit viel Spielraum nach oben und unten geworden. Freunde des Genres können getrost ein Ohr riskieren, an allen anderen dürfte die Scheibe relativ unbeachtet vorbei ziehen. Von den Speerspitzen des melodiösem Metal sind Cryonic Temple noch weit entfernt.

Anspieltipps:

  • Beg Me
  • Fear Of The Rage
  • Train Of Destruction
  • As I Sleep

Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
8/10

The Rise Of Chaos
  • 2017    
8/10

Monuments
  • 2017    
7/10

Emperor Of Sand
  • 2017    
Diskutiere über „Cryonic Temple“
comments powered by Disqus