Crystal Eyes - Chained - Cover
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Crystal Eyes Chained


  • Label: Metal Heaven/SOULFOOD
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine faustdicke Überraschung im Bereich des melodiösen Heavy Metal kommt in diesem Jahr aus Schweden: während von den Blind Guardians, Manowars und Hammerfalls dieser Welt in der letzten Zeit nicht viel Neues zu hören war (und wenn dann, nicht nur positives), legen Crystal Eyes ihr fünftes Album vor, das zumindest die letzten beiden Hammerfall-Studio-Alben locker übertrumpft. Denn „Chained“ bietet nicht weniger, als neun beinahe perfekte Melodic-Metal-Hymnen.

Zugegeben: objektiv betrachtet hat man all das schon einmal gehört. Vom Hymnenhaften Opener „Ride The Rainbow“, dem Hardrock-lastigen „The Devil Inside“, dem Double-Bass-Nackenbrecher „Waves Of War“, bis hin zur obligatorischen Ballade „Guardian“ bekommt der Fan ein Melodic-Metal-Album wie aus dem Lehrbuch. Innovation oder besonders individueller Kang? Keine Spur. Brauchen Crystal Eyes aber auch nicht, denn die neun Nummern auf „Chained“ machen schlicht und ergreifend Spaß. Da kann sich so manche 80er-Metal-Revival—Band getrost eine Scheibe abschneiden.

Ein Wunder also fast, dass die Band um neu-Sänger Nico Adamsen hierzulange noch nicht auf deutlich größere Resonanz gestoßen ist. Denn sowohl die typisch-knallige Produktion, als auch die musikalische Leistung der Bandmitglieder geht mehr als in Ordnung. Adamsen selbst klingt etwas wie eine Mischung aus Joacim Cans (Hammerfall) und Hansi Kürsch (Blind Guardian - fast schon unheimlich bei „Fighting“), während die Saitenfraktion mit Mikael Dahl und Paul Pettersson an den Äxten ein Helloween-frickel-Solo nach dem anderen vom Stapel lässt. „Chained“ bietet also neun Hymnen, wie sie gleichzeitig stereotyper und andererseits perfekter kaum sein könnten. Die musikalische Untermalung für die nächste 80er-Rock-Party ist definitiv gesichert.

Anspieltipps:

  • Ride The Rainbow
  • The Devil Inside
  • Fighting

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