Take That - The Circus - Cover
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Take That The Circus


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Da sind sie wieder: Take That gehören auch zu der Reunionwelle, die kaum zu stoppen scheint. Ihre 2006-CD „Beautiful World“ knüpfte nahtlos an alte Verkaufszeiten an, obwohl eigentlich nur die Singleauskopplungen geschickt ausgewählt wurden. Nun haben sich die Briten viel mehr als vorher an den Kompositionen beteiligt und ließen nur bei wenigen Ausnahmen Songwriter Steve Robson mitarbeiten. Der Produzent ist wieder John Shanks, aber im Gegensatz zum letzten Werk existiert hier eine durchgehend hohe Qualität der elf Tracks. Gary Barlow singt nicht mehr jeden Song fast allein, sondern überlässt auch den anderen Mitstreitern, allen voran Mark Owen, die erste Gesangsstimme. Die erste Single „Greatest Day“ dominiert Barlow zwar sehr gelungen, doch ist diese Positiv-Hymne auch ein starkes Stück: Barlow spielt auf dieser CD auch das Piano und die Keyboards selbst und bei Greatest Day stimmt einfach alles: Ohwurmverdächtig und mit viel Mitsingfaktor ausgestattet sollte da in den Charts und im Ohr nichts schief gehen. Diese Hymnen-Struktur zieht sich so durch, weil Take That anscheinend ihre Erfolgsformel gefunden haben.

Es ist sehr erfreulich, dass nicht nur Kuschel-Pop auf diesem Album regiert, sondern auch einige schnellere Nummern wie „Hello“ , die immer ein wenig „Beatles“-Nähe gerochen haben, vorkommen und so für musikalische Abwechslung sorgen. Allein der Opener „The Garden“ ist schon eine Pop-Perle, die Take That so schnell keiner nachmacht: Alle vier Sänger übernehmen eine Strophe und dieser hymnische Track vereint die stimmlichen Stärken der Band mit der Struktur eines nahezu perfekten Popsongs. Wie leicht das Komponieren von Hits bei Jason Orange, Howard Donald, Gary Barlow und Mark Owen klingt, ist schon verblüffend. Das von Owen gesungene „Julie“ gehört zu den stimmungsvollen Tracks und wenn Mark nur „Shallala, I want you“ singt, fliegen ihm nicht nur die Frauenherzen mit großer Sicherheit zu.

Ein wenig gewöhnen muss man sich an die Stimme von Jason Orange, der immer ein wenig rap-mäßig und recht atemlos singt, z.B. bei „How Did It Come To This“, doch klingen Barlow und Owen natürlich schon ein großes Stück gesanglich besser. Schlecht ist das aber dann auch nicht unbedingt und Howard Donald gibt bei „What is love“ schon etwas mehr stimmliches Können preis. Die meisten Songs besitzen im Gegensatz zum letzten Album etwas mehr Tempo und so können die Balladen neben etwas flotteren Tracks als gute Einheit glänzen.

Es bleibt also alles wie es ist: Take That schaffen viele fast perfekte Pop-Songs, die die Konkurrenz vor Neid erblassen lässt. Take That haben es richtig gemacht, denn ihre starke Selbstbeteiligung an den Kompositionen sorgt für echte Qualität, die sie unabhängig von fremden Songwritern und auch dem Erfolgsschatten von Ex-Mitglied Robbie Williams gemacht hat: Sie sind allein sehr stark und nur einige etwas zu kuschelige Songs vornehmlich von Gary Barlow verhindern eine noch höhere Bewertung.

Anspieltipps:

  • The Garden
  • Greatest Day
  • Hello
  • Julie

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