Mendeed - Shadows War Love: The Very Best Of Mendeed - Cover
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Mendeed Shadows War Love: The Very Best Of Mendeed


  • Label: Rising Records/SPV
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine tiefe Verbeugung vor dem schottischen Metalcore-Fünfer Mendeed hat das britische Label Rising Records anberaumt. Nach der Neuauflage der dritten EP „From shadows came darkness“ und dem für alle zugänglichen Release der bislang nur auf Tour erhältlichen Platte „Positive metal attitude“ schmeißen die ersten Vertragspartner von Dave Proctor (Gesang), Steve Nixon (Gitarre), Steph Gildea (Gitarre), Chris Lavery (Bass) und Kevin Matthews (Schlagzeug) noch die Best Of-Zusammenstellung „Shadows.War.Love.“ hinterher, die allerdings keinen lieblosen Querschnitt einer x-beliebigen weiteren Band darstellt, sondern wirklich das Beste vom Besten aus dem Schaffen der fünf Jungs herausgepickt hat.

Angefangen von den ersten beiden noch ziemlich ungeschliffenen Singles („Ignite the flames“, „Act of sorrow“), über die zwei Songs „Fatal poison whisper“ und „Glory be thy name“, die auf der auf Rising Records veröffentlichten EP „From shadows came darkness“ enthalten sind, bis hin zur gleichberechtigten Abgeltung der beiden Longplayer „This war will last forever“ („The reaper waits“, „Beneath a burning sky“, „Stand as one and fight for glory“, „Remains of the day“) und „The dead live by love“ („Burning fear“, „The dead live by love“, „Take me as I am“, „It´s not over yet”) mit jeweils vier Zählern, versammelt sich auf „Shadows.War.Love.“ das Brachialste, Heftigste, Melodischste und Eingängigste (natürlich unter Berücksichtigung des jeweiligen Jahrganges), was Mendeed zwischen 2000 und 2007 hervorgebracht haben.

Besonders schön wurde hier die Entstehung einer anfangs ungehobelten Garagenband zu einer stadionfüllenden Truppe mit Hymnencharakter eingefangen, was nicht nur durch die unterschiedlichen Produktionen hörbar ist, sondern auch sofort beim direkten Vergleich zwischen Song Nummer 1 und z.B. Stück 9 auffällt. Zu Beginn noch stürmisch und blind drauflos rockend, besinnen sich Mendeed im Laufe der Zeit auf ihre Stärke, die darin besteht das Essentiellste des modernen Metals herauszufiltern und in packende Songs zu kanalisieren. Parallelen zu Iron Maiden, Slayer oder diverse andere Größen der Musikgeschichte sind natürlich nie gänzlich von der Hand zu weisen, aber mit dieser Inbrunst und lockeren Vorgehensweise wie es das schottische Gespann verknüpft hat, ist es bisher nur einigen wenigen Bands gelungen. Umso tragischer, dass es hier wegen eines Disputs mit dem Manager enden musste.

Anspieltipps:

  • Burning Fear
  • It´s Not Over Yet
  • The Reaper Waits
  • Fatal Poison Whisper
  • Beneath A Burning Sky
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