50 Cent - Before I Self Destruct - Cover
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50 Cent Before I Self Destruct


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Before I Self Destruct” hat im Vergleich zu „Curtis“ auch nicht mehr zu bieten.

Das vierte Soloalbum von Curtis James Jackson III alias 50 Cent ist im Grunde seit einem Jahr fertig und war ursprünglich als dritter 50-Cent-Release geplant. Stattdessen erschien zuerst das schwache „Curtis“-Album (09/2007), von dem weltweit immerhin über fünf Millionen Einheiten abgesetzt werden konnten. Bezogen auf die Verkäufe der ersten beiden Soloalben ist der Wert aber eher enttäuschend.

„Before I Self Destruct” wurde inzwischen noch ein paar Mal verschoben, u.a. weil zuerst das Comeback des Detroiter Kollegen Eminem angeschoben werden musste. In dieser Zeit tauchten im Internet immer wieder Songs, angebliche Tracklisten und Coverentwürfe auf, die sich beim Blick auf das nun vorliegende fertige Produkt als blanker Nonsens herausstellen. Für die 16 Songs auf „Before I Self Destruct” holte sich 50 Cent R. Kelly, Ne-Yo und Eminem als Mikrofonpartner ins Studio. Als Produzenten und Beat-Bastler waren u.a. Ty Fyffe, Lab Ox, Dr. Dre, Tha Bizness, Rick Rock, Havoc, Polow da Don, Scott Storch, Rockwilder und DJ Khalil aktiv.

Aus dem künstlerischen Fiasko des Vorgängeralbums hat 50 Cent scheinbar gelernt. Er versucht musikalisch zu seinen Gangsta-Wurzeln zurückzukehren, indem er eine relativ düstere Grundstimmung auffährt, bei der Club-Hits und Party Time passé sind. Die Abstecher in die R&B-Ecke fallen mit Gastauftritten von Ne-Yo („Baby my me“) und R. Kelly („Could’ve been you“) ebenfalls überschaubar aus. Dadurch wird durchaus deutlich, dass sich der 34-Jährige darum bemüht, nicht als Rapper wahrgenommen zu werden, der im Prinzip nichts mehr zu sagen hat, nur noch sein Geld zählt und viel lieber Hollywood-Filme dreht.

Trotzdem fällt der Anfang von „Before I Self Destruct” etwas schwerfällig aus. 50 Cent legt zwar ohne Intro-Schnickschnack mit fetten Beats los („The invitation“), schickt den Hörer aber dann durch zwei durchschnittliche Tracks („Then days went by“, „Death to my enemies“), ehe mit „So disrespectful“, „Psycho – Feat. Eminem“, „Hold me down“ und „Crime Wave“ gleich vier Höhepunkte des Albums am Stück folgen. Danach tritt 50 Cent ein wenig auf die Bremse und liefert solide, aber keine begeisterungswürdige Arbeit ab, aus der nur noch wenige Highlights herausstechen („Gangsta’s delight“, „Baby by me“).

Es ist nicht nur ein Gefühl, dass 50 Cent seine große Zeit vorerst hinter sich hat. Mehr als solides Songwriting bei einer gewohnt guten Produktion hat „Before I Self Destruct” im Vergleich zu „Curtis“ nämlich auch nicht zu bieten. Ob sich 50 Cent aus diesem Abwärtstrend noch einmal befreien kann, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird er dazu externe Hilfe benötigen, da seine eigenen künstlerischen Mittel eher limitiert sind.

Anspieltipps:

  • Psycho
  • Crime wave
  • Baby be me
  • So disrespectful
  • Gangsta’s delight
  • Could’ve been you

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