Ludacris - Theater Of The Mind - Cover
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Ludacris Theater Of The Mind


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Christopher Brian Bridges, alias Ludcris (31) ist seit dem Jahr 2000 bei Def Jam unter Vertrag. In diesem Zeitraum bringen normal arbeitende Acts vielleicht drei, bis vier Alben auf den Markt. Die Südstaaten-Rapikone legt mit „Theater Of Mind“ dagegen bereits den siebten Longplayer vor. Und wie es für einen millionenschweren Majoract im HipHop/Rap-Business an der Tagesordnung ist, wird eine atemberaubende Gästeliste aufgefahren, die das Marketing erheblich vereinfacht.

So geben sich unter der Federführung der Produzenten DJ Toomp, 9th Wonder, DJ Premier, Scott Storch, Swizz Beats, DJ Paul, Juicy J und Trackmasters folgende „Co-Stars“ die Ehre: Lil Wayne, T.I., Nas, Jay-Z, T-Pain, Common, The Game, Chris Brown, Sean Garrett, Rick Ross, Plies, Three 6 Mafia sowie die singenden/rappenden Schauspieler Ving Rhames, Chris Rock, Jamie Foxx und Spike Lee.

Wie so oft kann aber auch die schönste, beste und größte Gästeliste nicht darüber hinweg täuschen, wenn ein Album nicht mehr als Durchschnittware ist und lediglich durchwachsene bis solide Kost präsentiert. „Theater Of Mind“ ist so ein Fall. Stilistisch im Old-School-HipHop/Rap angesiedelt, ist das Gros der Beats Stangenware, mit denen The hardest Nigga on the Mic seine dünnen Geschichten aus der Gangsta/Hustler-Ecke unterlegt. Jene sollen allen Ernstes den Tatbestand eines Konzeptalbums erfüllen, der wie ein Hollywood-Blockbuster wirkt, bei dem jeder einzelne Song wie eine Filmszene funktioniert.

Au Backe, das kommt davon, wenn man sich wie Herr Bridges in Hollywood rumtreibt und in trashigen Filmen wie „2 Fast 2 Furious“ mitspielt. Und mit der selbst gewählten Umschreibung von „Theater Of Mind“, entlarvt sich Ludacris auch sogleich selbst: „Halb LP, halb Film, ist es ein Rap-Album, das mit bildhaften Texten, szenischen Elementen und fettem Hintergrund-Sound besticht!“ Da hat sich Ludcris ganz schön was vorgenommen, erreicht aber nur B-Film-Niveau. Das Album als Konzeptwerk zu verkaufen, ist allein schon purer Hohn. Denn darauf werden lediglich die üblichen Klischees angereiht und von einer künstlichen Filmkulisse zusammengehalten. Das ist weder spannend, noch ergiebig, denn was eigentlich im Fordergrund stehen sollte, kommt qualitativ viel zu kurz: Die Songs.

Anspieltipps:

  • Contagious
  • Wish you would
  • Southern gangsta
  • Call up the homies
  • What them girls like

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