Sirenia - The 13th Floor - Cover
Große Ansicht

Sirenia The 13th Floor


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Sirenia zeigen eindrucksvoll, wie gut ein Album klingen kann, das sich den strengen Regeln des Symphonic Metal unterwirft.

Female-Fronted-Metal mit Bombast und eingängigem Gesang. Eigentlich wäre damit schon alles über die neue Scheibe von Sirenia gesagt. Denn was sich schon in dieser Beschreibung verdächtig nach Within Temptation/Xandria/Leave‘s Eyes anhört ist letztendlich auch nicht sehr viel anderes. Zwar stachen Sirenia mit ihren ersten Werken durchaus noch etwas aus der Masse dieser allesamt ähnlich ausgerichteten Bands heraus, doch spätestens mit „Nine Destinies And A Downfall“ reihte man sich nahtlos ein in ein Genre, das zwar durchaus mit Höhepunkten reich gesegnet ist, andererseits aber zusehends der Stagnation verfällt.

Das alles hört sich bei weitem negativer an, als es gemeint ist. Tatsächlich sind auf „The 13th Floor“ einige wirklich großartige Songs versammelt. Doch das Rad wird damit nicht neu erfunden. Bombastische Orchestrationen à la Nightwish, poppige Melodien in der Nähe von Within Temptation und ein paar Alibi-Growls veredeln Songs wie den gelungenen Opener „The Path Of Decay“ und das Power-Metal-lastige „The Seventh Summer“. Dazwischen gibt es noch „Lost In Life“, das so etwas wie Sirenia‘s „Nemo“ werden könnte.

Dabei gibt es nicht einen Song, der negativ heraus stechen würde. Sowohl Produktion, als auch die wirklich bombastischen Chöre machen zudem durchaus Laune und wenn Bandchef Morten Veland zwischendrin ins Mikro knurrt wie bei „Beyond Life‘s Scenery“ und „The Lucid Door“ klingt das tatsächlich auch nach Metal, zumal der weibliche Gesang von neu-Vocalistin Ailyn eine Spur zu poppig ausgefallen ist und die Gitarren eher selten dominant herauszuhören sind. Auf die Genre-typische Powerballade muss der Fan diesmal zwar verzichten, dafür gibt es aber eine ganze Menge Midtempo-Kopfnick-Rhythmus, Double Bass-Drums und wirklich erhaben klingende Orchesterteppiche wie in „Winterborn 77“.

Female-Fronted-Metal mit Bombast und eingängigem Gesang: wer bei diesen Worten schon abfällig die Augen verdreht wird auch mit „The 13th Floor“ nicht glücklich. Freunde des Genres können bedenkenlos zugreifen, denn Sirenia fahren wirklich die ganze Bandbreite auf. Wirkliche Innovation nur darf man auch hier nicht erwarten. Zu eng liegt das Korsett aus bombastischen Arrangements um die Kompositionen. Sirenia zeigen eindrucksvoll, wie gut ein Album klingen kann, das sich den strengen Regeln des Symphonic Metal unterwirft. Nur vielleicht wird es langsam einmal Zeit, dass die Grenzen etwas ausgeweitet werden.

Anspieltipps:

  • The Path Of Decay
  • The Seventh Summer
  • Winterborn 77

Neue Kritiken im Genre „Symphonic Metal“
6.5/10

Where I Reign: The Very Best Of The Noise Years 1995-2003
  • 2016    
Diskutiere über „Sirenia“
comments powered by Disqus