Hellsingland Underground - Hellsingland Underground - Cover
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Hellsingland Underground Hellsingland Underground


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Southern Rock ist eine untergeordnete Spielart des Rock, die sich aus dem Country Rock entwickelte, der wiederum ab Mitte der Sechziger Jahre in Amerika seinen Ursprung fand. Besonders im Bundesstaat Texas erspielte er sich eine große Fangemeinde, die der Mischung aus Blues, Country und Hardrock bis heute verfallen ist. Hellsingland Underground bieten für Fans des Genres mit ihrem selbstbetiteltem Debüt einen besonders schmackhaften Leckerbissen, der lediglich durch eine kleine Randnotiz für Verblüffung sorgt: Charlie Granberg (Gesang), Mats Olsson (Gitarre), Peter Henrinksson (Gitarre), Martin Karlsson (Bass), Mathias Stenson (Piano, Orgel) und Patrik Jansson (Schlagzeug, Perkussion) kommen nämlich nicht aus irgendeinem amerikanischen Bundesstaat, sondern aus Ljusdal, das wiederum in der schwedischen Provinz Hälsingland liegt.

Hat sich der Hörer aber erst einmal mit diesem erstaunlichen Fakt abgefunden, bleibt von der eigentlichen Überraschung nicht viel über, denn mehr als astreinen Southern Rock (oder eben Northern Rock – wie man eben will) spielen die sechs Herrschaften nicht. Innovationen oder weitere Unglaublichkeiten sind abgesehen von der Lokalisierung der Band Mangelware, stattdessen beschränken sich Hellsingland Underground auf mehrere Midtempo-Nummern, denen mehr Pfeffer sicherlich gut getan hätte (und man angesichts des bösen Artworks irgendwie erwartet hat). Diese werden dafür mit viel Emotion und Spielfreude umgesetzt, selbst wenn keine harten Taktwechsel wie bei Black Stone Cherry (letzter Output „Folklore and superstition“) zu erwarten sind.

Die beiden Prädikate „solide“ und „bodenständig“ treffen wohl am besten, was die sechs Schweden mit „Hellsingland underground“ auf Platte gebannt haben. Wer also Fan von Neil Young, Bob Dylan, Aerosmith, Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band, ZZ Top oder den Eagles ist, dürfte mit diesem Erstling mehr als zufrieden gestellt werden. Allen anderen sei geraten sich nicht vom Pentagramm auf dem Cover beeinflussen zu lassen und die Platte blind in den Einkaufswagen zu legen, denn mit Thrash, Black oder Death Metal hat diese Truppe so wenig am Hut wie South Park mit „political correctness“.

Anspieltipps:

  • Blue Mountain Blues
  • Ljusnan Riverside Jam
  • Slipping Through The Hands Of Time

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