Moke - Shorland - Cover
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Moke Shorland


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Moke sollte man eine Hörchance geben!

BritPop ist seltsamerweise ein internationales Phänomen, aus allen Ländern strömen die Bands, die so klingen möchten wie Keane, Oasis, Coldplay und The Kooks aus allen Winkeln. Moke heißt nun diese Band aus den Niederlanden, die ihr gleichnamiges Debütalbum 2008 daheim herausbrachte und nun durch den Branchenriesen Universal mittels einer internationalen Veröffentlichung des Erstlings gefördert wird. Der irische Frontmann Felix Maginn hat die Band in Amsterdam kennen gelernt und komponierte drei Songs im Team, den Rest der acht Tracks schuf er im Alleingang, wobei er auch für alle Texte verantwortlich zeichnet. Als Support von Paul Weller und Keane legten Moke live ihre Prüfung ab, zur Zeit dürfen sie die populäre schottische Newcomerin Amy MacDonald durch Europa begleiten.

Schon „Last Chance“ zeigt das Talent der Holländer: Melancholisch angehauchten BritPop mit Hymnengarantie gehört zu ihrem Spezialgebiet. Für Überraschungen sind sie dabei instrumententechnisch immer gut, denn bei „The Long Way“ spielt sich ein irischer Dudelsack in den Vordergrund. Erstaunlich gereiftes Songwriting offenbaren vor allem die zahlreichen stimmungsgeladenen sanften Songs, die durchaus emotional berühren. Auch die Akustikgitarre wird nach dem ausgiebigen Gebrauch der E-Gitarre gereicht („The Song That You Sing“) und der charismatische Sänger Maginn singt mit dem nötigen traurigen Ausdruck vor allem in den ruhigeren Tracks.

Einzig die sehr platten Texte trüben die Bewertung leider ein wenig, doch ansonsten spielen die Niederländer mit ihrem irischen Mastermind in der ersten Liga des BritPops mit. Nur ist angesichts der Konkurrenz schwer, so richtig herauszustechen, aber Moke sollte man schon eine Hörchance geben.

Anspieltipps:

  • Last Chance
  • Rule The World
  • The Long Way

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