Fury In The Slaughterhouse - Farewell And Goodbye Tour 2008 - Cover
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Fury In The Slaughterhouse Farewell And Goodbye Tour 2008


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 145 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Da geht das Herz auf und man verdrückt schon mal eine Träne, wenn es am Ende heißt: „Tschüss, wir sehen uns im nächsten leben wieder!“

„Farewell & Goodbye“, der Name ist hier Programm! Ohne Frage grenzt der Schwarz-Weiß-Eingang und die langsam auftauchenden und wieder verblassenden Bilder ganz nah an der Grenze zum Kitsch, aber da es die letzte Tour ist, sei dieser Überschuss an Emotionen erlaubt. Fury In The Slaughterhouse wollen also nach über zwanzig Jahren Rock und Roll die Gitarrensaiten nur noch sporadisch benutzen und dass am besten nur im privaten Kreis. Ein Schock ist das nicht wirklich, denn irgendwann ist nun mal immer Schluss und ihre Fans haben die Herren schließlich zwei Dekaden brav mit stets neuem Material versorgt. Jetzt ist es noch einmal Zeit, richtig Spaß zu haben und mit den Fans zu feiern. Wie das geht, konnten sie ja nun Jahre lang proben.

So verwundert es nicht, dass Kai und der Rest der Band es vom ersten Moment an verstehen, die Fans zu begeistern. Da gibt es keine großartige Lichtshow oder sonstigen Firlefanz (der sehr gut wirken kann. Wir denken an die überbordende Lichtshow von Muse oder den klassisch klugen Einsatz der Scheinwerfer Coldplays 2003), es wird einfach nur nach Art des Hauses gerockt. Natürlich gibt es da keinen Track, der sich verstecken muss und man kann sich nur noch mal bei Fury In The Slaughterhouse für ihre Musik bedanken, denn auch wenn es keine Meilensteine sind, mit denen die Frühpensionäre da um sich werfen, ist es Musik, die sich international sehen lassen kann.

Das Bild ist selbstverständlich gut, wobei besonders auffällt, dass auch sehr oft, dass Publikum im Vordergrund steht. Da sind öfters Nahaufnahmen, was sehr intim und auch sehr sympathisch anmutet, so wie es auch die Nahaufnahmen der Bandmitglieder sind. Besonders beim emotionalen Finale „Seconds To Fall“, aber auch bei Eltons Gastauftritt sieht man, wie die Mannen dieser Band ticken. Das sind keine extravaganten Rockstars, sondern Leute wie du und ich, nur dass die Gitarre spielen können und so. Herrlich sympathische Jungs, die einen zum Lachen und zum Weinen, aber ganz besonders zum Mitsingen bekommen. Die Sammlung aus zwanzig Jahren Musikgeschichte kann sich sehen und hören lassen. An manchen Stellen hinkt man im Vergleich zu anderen Live-Acts hinterher, aber die ehrliche, nüchterne Art macht mehr Spaß, als das übertriebene, aufgeblasene Vakuum, dass sich manche Jungband heute so erlaubt. Hier kann man in Ruhe deutsche Rockhymnen genießen (englischer Gesang natürlich) und zu Songs wie „Every Generation Got Ist Own Diesease“ bequem mitsingen. Da geht das Herz auf und man verdrückt schon mal eine Träne, wenn es am Ende heißt: „Tschüss, wir sehen uns im nächsten leben wieder!“. Farewell & Goodbye & Thank You.

Anspieltipps:

  • Jericho
  • Every Generation Got Its Own Disease
  • Seconds To Fall

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