Udo Lindenberg - Stark Wie Zwei: Live - Cover
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Udo Lindenberg Stark Wie Zwei: Live


  • Label: Starwatch/WEA
  • Laufzeit: 140 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Mittelpunkt der umjubelten Show vor ausverkauftem Haus stehen natürlich die Songs von „Stark wie Zwei“.

Keine Frage, mit „Stark wie Zwei“ (03/2008) hat Udo Lindenberg sowohl künstlerisch als auch kommerziell ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback hingelegt. Da ist es ebenso fraglos, dass diese durchaus mittlere Sensation bis ins kleinste Kommerzdetail ausgeschlachtet wird. Denn wer weiß, ob der Eierlikörliebhaber mit seinem nächsten Studioalbum noch die gleiche Relevanz beim Publikum genießen wird.

Deshalb wurde dem regulären Album schnell noch eine limitierte Sammlerauflage mit Bonus-CD hinterher geschoben (09/2008) und rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eine weitere Episode als Doppel-Live-DVD bzw. Doppel-Live-CD in trockene Tücher gebracht, wobei wir uns hier der CD-Version widmen.

Dabei handelt es sich um einen Konzertmitschnitt vom 23.10.2008 aus der Hamburger Color Line Arena, der zum Zeitpunkt der CD/DVD-Veröffentlichung also noch taufrisch ist, aber bereits seine stark gekürzte öffentlich-rechtliche Fernsehpremiere hinter sich hat. Das nennt man geschicktes Marketing.

Im Mittelpunkt der umjubelten 2½-Stunden-Show vor ausverkauftem Haus (ca. 10.000 Besucher) stehen natürlich die Songs von „Stark wie Zwei“, die hier fast vollständig vertreten sind. Doch auch die üblichen Lindenberg-Klassiker wie „Cello“, „Horizont“, „Alles klar auf der Andrea Doria“, „Sonderzug nach Pankow“, „Honky Tonky Show“, „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“ und „Mädchen aus Ostberlin“, die den 62-Jährigen zu einem der wichtigsten Künstler der 70er und 80er Jahre in Deutschland machten, dürfen einfach in keinem Live-Programm fehlen und sind deshalb auch hier zu finden!

Das Schöne an der Color-Line-Arena-Show ist, dass viele Gäste des „Stark wie Zwei“-Albums auf der Bühne mit dabei sind und zusammen mit Udo Songs wie „Ganz anders“ (Jan Delay), „Der Deal“ (Stefanie Kloß von Silbermond), „Chubby Checker“ (Helge Schneider) sowie „Der Greis ist heiß“ (Otto Waalkes) performen, wobei der ostfriesische Götterbote nicht auf der Studioplatte zu hören ist, sondern seinem ehemaligen WG-Genossen „nur“ als guter Kumpel zur Seite steht.

Es gibt also nichts auszusetzen an der Bühnenshow, die sowohl alte als auch neue Fans zufriedenstellt. Nur der klinisch reine Bombastsound, der offenbar eine starke Studionachbearbeitung erfahren hat, wirkt etwas merkwürdig und ist nicht mit der rauen Intensität der frühen Lindenberg-Live-Alben zu vergleichen ist. Dennoch: Wer Udo Gerhard Lindenberg 2008 live gesehen hat, wünscht sich, dass es so weitergeht - mit oder ohne Stargästen bzw. poliertem Live-Sound.

Anspieltipps:

  • Der Deal
  • Straßenfieber
  • Chubby Checker
  • Unterm Säufermond
  • Wenn du durchhängst
  • Nichts haut einen Seemann um
  • Was hat die Zeit mit uns gemacht

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