HammerFall - No Sacrifice, No Victory - Cover
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HammerFall No Sacrifice, No Victory


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Über die teutonischen Hammerfall aus Schweden lässt sich trefflich streiten: Holzfäller-Lyrics in bester Manowar-Manie, 80er Jahren entliehene Gitarrenriffs und Leder-Bühnenkleidung bringen eben genau das auf den Punkt, was man härterer Rockmusik eben liebt oder hasst. Wie dem auch sei, es lässt sich nicht abstreiten, dass Hammerfall mit Alben wie „Legacy Of Kings“ und „Crimson Thunder“ einige Höhepunkte im melodischen Powermetal setzten. Dennoch waren die letzten beiden Studio-Outputs auch im hart gesottenen Fan-Kern nicht unumstritten. Ob den „Templars Of Steel“ um Joacim Cans und Oscar Dronjak mit samt neuer Besetzung an Gitarre und Bass langsam die Ideen ausgehen, wird also mit dem neuen Album einer Prüfung unterzogen.

Angenehm erfrischend wird „No Sacrifice, No Victory“ mit der Single „Any Means Necessary“ eröffnet. Zwar ist hier von Innovation keine Spur zu hören, doch reiht sich die Nummer in Mitgröl-Kompatible Klassiker wie „Hearts On Fire“ und „Blood Bound“ nahtlos ein. Ein Eindruck, der genauso für die anderen zehn Songs der Scheibe steht. Sei’s drum, denn „Life Is Now“ und „Punish And Enslave“ rocken anschließend genauso mit munterem 80er-Jahre-Vibe drauf los. „Legion“ kommt dann noch einen Zacken schneller daher, nervt allerdings mit dem gleichen Rülps-Intro, mit dem man seinerzeit auch „Knights Of The 21 Century“ künstlich in die Länge streckte.

Zeit also für die obligatorische Ballade „Between Two Worlds“, die mit Orgelintro und Akustikgitarren zwar überzeugen kann, an Klassiker wie „Always Will Be“ oder gar „Glory To The Brave“ bei weitem nicht heran reicht. Anschließend kann dann wieder fröhlich mitgegrölt („Hallowed Be My Name“, „Bring The Hammer Down“) und wild den Kopf geschüttelt („Something For The Ages“) werden, während der Titeltrack „No Sacrifice, No Victory“ etwas unauffällig am Ohr vorbei rauscht. Den Abschluss macht dann eine recht witzige Coverversion des The Knack Klassikers „My Sharona“.

Alles in Allem also nichts Neues in der bunten Hammerfall-Welt. Es gilt nach wie vor „Lieb es“ oder „Hass es“, erwarte nur keine Überraschungen. Ein Denkmal hat sich Hammerfall mit diesem Album nicht gesetzt, aber das haben sie wohl nach solch ruhmreicher Vergangenheit auch nicht mehr nötig. Wer sich eine Hammerfall-Scheibe holt weiß ohnehin genau, was ihn erwartet: Mitsing-Hymnen, Doublebasefeuerwerk und eine Ballade für die nächste Metal-Party.

Anspieltipps:

  • Any Means Necessary
  • Punish And Enslave
  • Hallowed Be My Name

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