I Heart Hiroshima - Tuff Teef - Cover
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I Heart Hiroshima Tuff Teef


  • Label: Weatherbox/ALIVE
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ohne Bass. Dafür zwei Gitarren, wild um sich prügelnde Drums und drei hervorragende Sänger. Das sind „I Heart Hiroshima“ aus Brisbane, die mit Ihrem Debüt nicht nur australische Rockmusikfans zum willenlosen und begeisternden ins Hände klatschen motivieren werden.

„Tuff Teef“ ist der Titel ihres Erstlings, mit dem sie in ihrer Heimat „Down Under“ schon eine vorzeigbare Fanbase für sich haben gewinnen können. Zwölf zerlumpte, holpernde und kratzende Songs, die mit ihrem rock-punkig-melodiösen Charme an die frühen Go-Betweens, Sonic Youth oder auch die Blonde Redheads erinnern. Das Hörerlebnis beginnt mit dem mutigen und tollen „Lungs“ – einer exzellent akustisch-verwaschenen Punk-Rocknummer. Und auch das darauf folgende und nervös zuckende „Surgery“, sowie das seinem Namen alle Ehre machenden „Punks“ bestätigen den ersten positiv Höreindruck. Insgesamt schaffen es die drei Aussis vorzüglich, die ihre Songs durchziehende rockige Grundstimmung, zugleich auch äußerst interessant und melodisch zu halten.

So haben hörbare Ermüdungserscheinungen absolut keine Chance sich irgendwie bemerkbar zu machen. Besonders die regelmäßigen Wechsel der beiden männlichen Vocals im Zusammenspiel mit den Gesangsparts von Drummerin Susie funktionieren tadellos und gehen runter wie Öl. Gerade Songs wie „Electric Lake“, „Got Bones?“ oder „Captain To Captain“ erhalten so ihren besonderen Reiz und die drei scheinen zur unverbrauchten, weil eben auch nicht überproduzierten Version von „The Subways“ in Höchstform zu mutieren. Lediglich die ab und an fehlende Bass-Line, welche der Produktion eventuell noch einen Tick mehr Kraft verliehen hätte, ist der einzige (kleine) Kritikpunkt den man loswerden kann.

„Tuff Teef“ ist ein ausgezeichnetes, frisches und beherztes Debütalbum, dessen pulsierende Energie ins Ohr, durch die Synapsen und geradewegs ins Herz schießt. Das Trio aus Australien lässt einen eigenen widererkennbaren Sound vom Krokodilsleder. Und das ist in Zeiten einer sich immer mehr auf ein cooles Image als auf die Musik konzentrierenden Branche, ein gern gehörtes Unterfangen.

Anspieltipps:

  • Lungs
  • Punks
  • Got Bones?
  • Captain To Captain

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