Antagonist - Exist - Cover
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Antagonist Exist


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die südkalifornische Metalband Antagonist will und kann sehr viel, was man ihrem ersten regulär veröffentlichten Studioalbum „Exist“ ganz unverblümt anhört. Schließlich haben die Herrschaften bereits zehn Jahre Erfahrung auf dem Buckel, in denen sie drei EPs und zwei Longplayer in Eigenregie unters Volk brachten. Jetzt hat das Quartett einen Deal mit dem aufstrebenden US-Label Prosthetic Records (u.a. All That Remains, Book Of Black Earth, Lamb Of God) an Land gezogen, das die Jungs mit Produzent Fred Archambault (u.a. Deftones, Avenged Sevenfold, The Confession) ins Studio schickte, der ihnen einen Sound auf den Leib schneiderte, mit dem gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen werden sollen.

Nun wissen wir, dass zuviel – von was auch immer – auf einmal selten gut ist. Doch ändern lässt sich daran jetzt eh nichts mehr. Und so saust über den geneigten Hörer ein knapp 45-minütiger Mix aus melodischem Death/Thrash/Metal/Emocore hinweg, der streckenweise ganz gefällig daherkommt, aber eindeutig zuwenig Tragkraft besitzt, um sich von der breiten Masse eines dahinsiechenden Genres abzuheben. Dabei suchen Carlos Garcia (Gitarre, Gesang), Orlando Garcia (Drums), Matt Lopez (Gitarre) und Paul Salem (Bass) ihr Heil durchaus in der Abwechslung, was sich allerdings in einem heftigen Durcheinander aus Clean Vocals und Death Growls, derben Speed-Geriffe und altbackenen NWOA(B)HM-Gitarrensoli sowie in fast schon verschwenderischer Manier eingestreuten Breaks entlädt.

Sicher, was Antagonist auf „Exist“ darbieten, ist gewiss nichts für Metal-Legastheniker. Dazu sind die Jungs an ihren Instrumenten viel zu versiert und die Songs viel zu sauber gespielt. Echte Freude will dennoch nicht aufkommen, weil die Amerikaner schon nach der Hälfte der Spielzeit ihr Pulver verschossen haben und nicht mehr zulegen können. Dann klingen Antagonist wie eine x-beliebige Metalcore-Kapelle, von denn es dermaßen viele gibt, dass ein Werk wie „Exist“ einfach nicht der Rede wert ist.

Anspieltipps:

  • Exist
  • Bomb shelter
  • So let it rain
  • Failure on repeat

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