Light This City - Stormchaser - Cover
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Light This City Stormchaser


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwie blöd. Obwohl die Bay-Area-Melodic-Deather von Light This City mit „Stormchaser“ ein neues, fix und fertig eingespieltes Album in der Tasche hatten, hat sich die Band nach sieben Jahren und vier Longlayern noch vor der „Stormchaser“-Veröffentlichung aufgelöst. Vielleicht lag es an der zwiespältigen Presse, mit der die vorherigen „Light This City“-Werke leben mussten oder dem überschaubaren kommerziellen Erfolg, dass sich die Nordkalifornier aufgelöst haben. Wir wissen es nicht...

Nichtsdestotrotz erscheint „Stormchaser“ als posthumes Vermächtnis und überrascht dabei als kompaktes Death/Thrash-Album mit dezenten Metalcore-Einflüssen. Dass die Metalcore-Abstecher allenfalls gering ausfallen, kann man nur mit „Gott sei Dank!“ beantworten. Denn inspirativ gibt es in diesem Genre nichts mehr zu holen. Da weiß die Mischung aus Old-School-Thrash (man achte z.B. auf den Gastauftritt von Testament-Shouter Chuck Billy in „Firehaven“!) und kernigem Death Metal doch wesentlich besser zu gefallen, vor allem wenn sie mit einer anständigen Produktion aufwarten kann, die hier dem Konto von Zack Ohren (u.a. All Shall Perish, Decrepit Birth) gutgeschrieben werden muss.

Angeführt von der stimmgewaltigen Frontfrau Laura Nichol, die auf „Stormchaser“ um ihr Leben schreit, kreischt und grölt, bollern sich Brian Forbes (Gitarre), Ryan Hansen (Gitarre), Jon Frost (Bass) und Ben Murray (Drums) durch ein knackiges Set aus melodiösem Schweden-Death, einer Prise NWOA(B)HM und thrashigen Parts zum gepflegten Schwingen der Langhaarmatte. Stilistischer Schnickschnack kommt dabei gar nicht erst in die Tüte. Alles ist wunderbar straight und erdig gehalten, wobei es bemerkenswert ist, dass die Liedstrukturen nicht in die Abteilung „simpel und bieder“ abgleiten, sondern durchaus kompositorische Raffinessen mit distinguierten Ausflügen in epische Songlängen besitzen. So macht das Abschiedswerk von Light This City von der ersten bis zur letzten Minute Spaß, auch wenn es sich nicht gerade um ein Referenzwerk des Genres handelt.

Anspieltipps:

  • Firehaven
  • Bridge to cross
  • Sand and snow

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